Augustinerstrasse. 11
Das Ganze ist eine gute Arbeit aus der 2. Hälfte des 18. Jahrh. (1755 s. u.). Das Haus war früher ein Brauhaus und hiess „Zum Schlender“ und„Zum grossen und kleinen Drachen“. Die letztere Bezeichnung nimmt wohl Bezug auf das Heiligenbild. Die erstere scheint mit dem Namen des früheren Besitzers im Zusammenhang zu stehen. Im Hofe findet sich nämlich auf dem Schlussstein einer zur ehemaligen Brauerei führenden Barock- pforte in einer Kartusche, die von Palmzweigen eingerahmt ist, ein Brauerwappen(Hopfen- und Gerstenähren auf einem Hügel wachsend) mit den Buchstaben N. S.(Nikolaus Schlender) und der Jahreszahl 1755. S. Tfl. XXI.
32.„Zum Brauenfels“. Seit 1901 wieder freigelegter ein- facher Fachwerkbau aus der 2. Hälfte des 17. Jahrh.
— Nr. 32 bietet, von der Ecke der Karthäuserstrasse aus gesehen, mit dem danebenliegenden Portal des Seminars und dem darüber sich erhebenden Dachreiter der Augustinerkirche eine malerische Baugruppe †.
34 u. 40. Ehemaliges Augustinerkloster mit Kirche† (Geistlichkeit und Kirchen).
44. Lauben aus einfachen Bogen; auf den Schlusssteinen weibliche Köpfe als Masken; Füllungen unter den Fenstern der oberen Stockwerke mit Festons verziert. Von den Gesimsen hnängen Fruchtschnüre zwischen den Fenstern herab. Ende des 18. Jahrh. Die Verzierung der oberen Stockwerke der Fassade vielleicht erst Nachahmung aus dem 19. Jahrh.
50. Ehemals zum Sponheimer Hof gehörig.(Schaab I. 571.) Reste von reicher mit Blattgehängen verzierten Lauben f†. 1. Hälfte des 18. Jahrh.
54. Ebenfalls zum ehemaligen Sponheimer Hof gehörend. (Schaab I. 571.) Im Hofe laubenartige, jetzt zugemauerte spät- gotische Arkaden, die von einer starken, zur Zeit za. 1 m tief im Boden steckenden spätgotischen Säule getragen werden; über den Lauben spätgotische Fenster. In dem nach der Himmel- gasse Nr. 1(S. u.) anstossenden Hause sieht man im Treppen- haus noch spätgotische Architekturreste.
58. Lauben. Scblusssteine der Bogen mit Masken. 1. Hälfte des 18. Jahrh. Im Hofe Brunnennische mit zer- störtem Wappen; ebendaselbst im Erdgeschoss Renaissance- fenstergewände(ähnlich wie im König von England) etwa um 1650. Im ersten Stock Stuckdecke aus der 2. Hälfte des 18. Jahrh.


