Aufsatz 
Die Mysterien der Alten, insbesondere die Eleusinien, - Dichtung und Wahrheit - mit Rücksicht auf Chr. Aug. Lobeck's Aglaphamus
(De Theologiae Mysticae Graecorum causis 2 vol. Regiomonti Prussor. 1829.)
Entstehung
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»Selig, wer Jenes(jene Myſterien) geſchaut hat, und dann unter die hohle Erde hinabſteigt; er kennt des Lebens Ende; er kennt den vom Zeus verliehenen Anfang.« 2).

Mit ihm ſtimmt Sophokles ein: 1.

O, dreimal ſelig jene Sterblichen, welche dieſe Weihen geſchaut haben, wenn ſie zum Hades hinabſteigen. Fuͤr ſie iſt allein ein Leben in der Unter⸗ welt, fuͤr die andern aber eitel Drangſal und Noth.«.

Aus dieſem Ausrufe folgt aber eben ſo wenig, als aus dem Selig des Homeriſchen Hymnus*0 Etwas fuͤr die Geheimnißlehre des Hierophanten, wohl aber dieſes: daß die Frommen ſich von der Feſtfeier und beſonders von dem Schauen der Heiligthuͤmer Viel, ſehr Viel fuͤr den Seelenfrieden verſprochen haben. Dasſelbe laͤßt ſich aus folgender Stelle bei Iſokrates erſehen:»Die Theilnehmer der eleuſiſchen Weihen haben fuͤr das Ende des Lebens und das geſammte Daſeyn froͤhlichere Hoffnungen.«) Eine beſonders lobpreiſende Stelle uͤber die Eleuſinien leſen wir bei Cicero im Dialog von den Geſetzen, wo er in den Myſterien den Grund und Anfang aller Cultur und Humanitaͤt und eine Quelle der Lebensfreude und des Troſtes im Tode findet †r). In dieſer Stelle, wie in einer andern, wo er ſagt, von Athen aus habe ſich Acker⸗ bau, Geſittung und Bildung, Religion, Recht und Geſetze in alle Laͤnder ver⸗ breitet †k) ſpricht Cicero rhetoriſch⸗prunkvoll das Lob Athens und ſeiner

*) OXlos, ögris 18 Exεενα xolAay etoοꝓν π ν. Oider uεr Bi TAEvTdp, Oidey 4 d16G,d0ro dε⁴eνν Pindar. Fragm CXVI. 128. H. p. 625. B. *) 2 Toεεςσαεοα. Keirot 8006, de raura dso*νενre reAn 6XG& dd8 T08-d 116⁴ kxet eir tori, rots d' dαλ᷑λοοσ rdvr exer ard. Sophocl. ap, Plutarch De leg. poët. No. 58. 5. Erunck. 4**) S. das Motto dieſer Abhandl. Vergl. die Diſtichen des Krinagoras bei Lobeck §. 11. S. 69. 3, ) Oi Lerslovrss(rüs rexεrs) reot re räs I6 Bis TeXerris r& œHduxdντος d‿οο 1d Td ridae SNuGe. Isocr. Paneg. VI. p 59.

)Athenae tuae cum multa eximia videntur peperisse, tum nihil melius illis mysteriis, quibus ex agresti immanique vita exculti ad humanitatem& mitigati sumus, initiaque, ut appellantur, ita revera principia vitae cognovimus, nedue solum cum laetitia vivendi rationem accepimus, sed etiam cum spe meliore moriendi. De leg. II. 14. Vergl. De N. D. I. 42.

††)Adsunt Athenienses unde humanitas, doctrina, religio, fru- ges, jura, leges ortae atque in omnes terras distributae putantur. pro Flacc. r. 26.