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man aus der ſehr dunkeln und verworrenen Stelle bei Tertullian“) wirk⸗ lich die Behauptung herleiten, die groͤßeren Myſterien ſeien alle fuͤnf Jahre ge⸗ feiert worden und es habe langer Vorbereitung auf dieſelben bedurft: ſo laͤßt ſich dieſe Anſicht durch klare Stellen aus Klaſſikern widerlegen und nachweiſen, daß die groͤßern Eleuſinien jaͤhrlich gefeiert worden.
So ſagt Plutarch**): zwiſchen den kleinen Myſterien und den großen ſei eine Zwiſchenzeit von ſechs Monaten geweſen. Der Scholiaſt zu Ariſtopha⸗ nes*n) gibt zwiſchen der erſten Einfuͤhrung(urnc*οε) und der vollendeten Weihe (Erorreich) ein Jahr an. Dieſe Angabe ſtimint auch mit der Erzaͤhlung Plu⸗ tarchs uͤberein, Sulla und Antonius ſeien nach kurzem Verweilen zu Athen eingeweiht worden. †) Die Stelle bei Theon von den ſuͤnf Stufen der Vorbereitung(urha) ſpricht durchaus nicht ven den Cleuſinien und kann eben ſo gut auf Privat⸗Myſterien gedeutet werden. Dasſelbe gilt von der Stelle bei Olympiodor, welcher lange nach dem Untergange der Cleuſinien lebte. † Die Verſchiedenheit der Meinungen uͤber die Stufen der Myſterien, wovon der Eine zwei, der Andere drei, Olympiodor und Theon ſogar fuͤnf annehmen, koͤnnte wohl zu der Vermuthung fuͤhren, daß die Auctoren nicht von denſelben Myſterien reden, und daß man hier nicht auf feſtem geſchichtlichen Boden ſtehe. Wenden wir uns nun zu den begeiſterten Zeugen, welche die myſtiſche Partei aus den Dichtern und Rednern fuͤr ihre Anſicht anfuͤhrt.
B. In Eleuſis vereinigte ſich ſo Vieles, was die Phantaſie eines Volkes von ſo lebhaftem Geiſte, wie das griechiſche, auf's Hoͤchſte anregen mußte: das prachtvolle Heiligthum ſelbſt, von Iktinos unter Perikles erbaut 1½¼); der Ruhm des Staates, dem dieſes Heiligthum gehoͤrte; die Verherrlichung des Ortes durch geiſtvolle Schriften und Geſaͤnge; die Menge der köſtlichen Ge⸗ ſchenke, die dieſem heiligen Orte zufloſſen, und der Pomp der Feier des Demetra⸗ Feſtes. In ECleuſis wimmelte Alles von Pilgern; die Goͤtterbilder waren be⸗ kraͤnzt; die Fuͤlle der Geſtalten quell verſchwenderiſch aus Wand und Decke; das Herrlichſte, das Hoͤchſte bewegte ſich vor den ent uͤckten Sinnen ꝛc.
Hoͤren wir nun die Stimmen der begeiſterten Dichter und Redner. Den Reihen fuͤhrt Pindaros:
*)„Illa Eleusinia haeresis quod tacet, pudor est. ldcirco ct aditum prius crucidnt, diutius initiant, quam consignant, duum Epoptas ante quin- quennium instituunt,(in exord. libelli adversus Valentinianos. Lobeck p. 31. 37.)
**.) Vit. Demetr. XXVI.
*nrr) ad Aristoph. Ran. 715.
†) V. Sull. Cap. 26. V. Anton. Cap. 23.
41) Lobeck, lih. f. p. 38— 42.
†½) S. die Topegraphie von Elcuſis von K. O. Müller in Eiſch's Cncycl. IJ. Sect. 6. Bd. Art. Atrika
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