Aufsatz 
Über das Demetra-Fest in Eleusis, mit Bezug auf Schillers Gedichte:"Klage der Ceres" und "Das Eleusische Fest"
Entstehung
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ßen eingetheilt. Unter den großen verſtehen wir*) den eigentlichen Unterricht, welchen nur wenige Auserwaͤhlte nach uͤberſtandenen Pruͤfungen im Aller heilig⸗ ſten des Tempels zu Eleuſis empfingen. Was dieſer letzteren Einweihung vorausging, oder die Vorbereitung zu den großen Myſterien, gehoͤrt zu den kleinen, die nach Einigen zu Agra am Fliſſos, 2 bis 3 Stadien von Athen, gefeiert wurden. An Pracht und Menge der Eingeweihten hatten die kleinen Myſterien den Vorzug vor den großen. Manche Spielereien der klei⸗ nen Myſterien durften die Eingeweihten entdecken, und ſie ließen es an reizen⸗ den und furchtbaren Beſchreibungen nicht fehlen. Das Wefentliche blieb jedoch verſchwiegen. Was aber bei den großen Myſterien im Allerheiligſten des Tem⸗ pels nur Wenigen enthuͤllt ward, deſſen Geheimhaltung war unter den fuͤrch⸗ terlichſten Strafen verboten. Dieſe geheimen Lehren machten den Hauptgegen⸗ ſtand der Myſterien aus; ſie waren der Hauptzweck der ganzen Anſtalt, die Frucht ſpaͤterer Zeiten, wo Prieſterthum und Staatsweisheit zu Einem Ziele hinſtrebten. Die Eingeweihten der kleinen Myſterien hießen Myſten, die der großen Epopten*). Unter der Menge von Perſonen, die ⸗den Eleuſinien vorſtanden, bemerken wir vorzuglich den Hierophanten, den Fackeltraͤ⸗ ger und den heiligen Herold, Alle mit Myrten bekraͤnzt und mit Purpur⸗ gewanden bekleidet**).

Der Hierophant, aus der Familie der Eumolpiden, enthullte, wie ſein Name anzeigt, heilige Dinge; ſein Hauptgeſchaͤft war die Einweihung in die Myſterien. Im ausgezeichneten Kleide, die Stirne mit einem Diadem um⸗ wunden, die Haare auf die Schultern herabwallend, ſchritt er feierlich einher.

*) Nach Meiners verm. philoſ. Schriften Th. HI, S. 164 ff.

3* 7 1.....* 2 7 8* EvGTN, uðνoσrat von gveecy, in Geheimniſſe einweihen. exrrie, ErOT (von Eroxredo), Seher.

**s) d*ᷣocpdrng, d doũ xos, ¹sεναονε.