Aufsatz 
Über die heiligen Kampfspiele der Griechen, mit Bezug auf Schillers Ballade:"Die Kraniche des Ibykus"
Entstehung
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XaVIEII

So ſchreiten keine ird'ſchen Weiber,

Die zeugete kein ſterblich Haus,

Es ſteigt das Rieſenmaß der Leiber Hoch über menſchliches hinaus.*)

Ein ſchwarzer Mantel ſchlägt die Lenden, Sie ſchwingen in entfleiſchten Händen Der Fackel düſterrothe Gluth,

In ihren Adern fließt kein Blut.

Und wo die Haare lieblich flattern,

um Menſchenſtirnen freundlich weh'n, Da ſieht man Schlangen hier und Nattern Die giftgeſchwollnen Bäuche bläh'n.

Schauerlich im Kreiſe ſich drehend, ſtimmen die Eumeniden ihren Geſang an, der das Herz zerreißt, die Beſinnung raubt:

Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle Bewahrt die kindlich reine Seele! Ihm dürfen wir nicht rächend nah'n, Er wandelt frei des Lebens Bahn. Doch wehe, wehe, wer verſtohlen

Des Mordes ſchwere That vollbracht; Wir heften uns an ſeine Sohlen,

Das furchtbare Geſchlecht der Nacht! Und glaubt er fliehend zu entſpringen, Geflügelt ſind wir da, die Schlingen Ihm werfend um den flücht'gen Fuß, Daß er zu Boden fallen muß.

So jagen wir ihn ohn' Ermatten

*) Die Schauſpieler in den Tragodien erhöhten ihre Geſtalt durch den Kothurn, d h. durch handhohe, mit Riemen an den Füßen befeſtigte Sohlen.