— XVII— Er ruft Menſchen und Goͤtter an, nirgends ein Beiſtand, ein Retter.
„Und ſchwer getroffen ſinkt er nieder,
Da rauſcht der Kraniche Gefieder:
Er hört— ſchon kann er nicht mehr ſeh'n— Die nahen Stimmen furchtbar kräh'n.
„Von euch, ihr Kraniche, dort oben,
Wenn keine andre Stimme ſpricht,
Sei meines Mordes Klag' erhoben,
Er ruft es, und ſein Auge bricht.“
Man findet ſeine Leiche; ſein Gaſtfreund, der die theuren Zuͤge erkennt, ruft jammernd:
„Und musß ich ſo Dich wiederfinden,
Und hoffte, mit der Fichte Kranz—
Des Sängers Schläfe zu umwinden, Beſtraͤhlt von ſeines Ruhmes Glanz⸗ und jammernd hoͤren's alle Gäſte— Verſammelk bei Poſeidons Feſte; Ganz Griechenland ergreift der Schmerz, Verloren hat ihn jedes Herz.“—
Das Volk ſtuͤrmt zum Prytanen und fordert Unterſuchung und Rache. Aber wer vermag in dieſer Fluth der Voͤlker den ſchwarzen Thaͤter zu entdek⸗ ken? Alles draͤngt ſich zum Theater.
„Bank an Bank gedränget ſitzen— Es brechen faſt der Bühne Stützen— Herbeigeſtroͤmt von Fern und Nah Der Griechen Völker wartend da.⸗
Das Spiel beginnt. Der Chor tritt auf; die Göttinnen der Rache, die Eumeniden erſcheinen.


