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Differenzirungsstrich(auch mit einer graden Linie oben, wie in der„modernen Schrift“? ⁵ ⁵) zuge- standen ist, wird bestimmt erklärt, dass ein G wie das Nen. nicht antik sei. Es ist schade, dass auf LXXIXE 8 ein G abgebildet ist, das blos durch etwas grössere Breite sich von dem Nen. unterscheidet(s. hinten), aber grade in den wesentlichen„so und solchen“ Punkten nicht genauer mit demselben übereinstimmen könnte. Ich führe noch einige andere gleiche und mehr oder minder ähnliche an, die zum Theil oben wie das Nen. C u. G einen schiefen apex haben: XCVIC Z. 4, 5; XCVIA 4, 5, 8, 10; LXXCG 5; LXVI 1, 7; 1, 13; LXIIID 3, 6; LXV 1, 2, 4, 5, 6; XLIXG; XXXVIIB; LIA. Also in den ältesten und in späten Zeiten„nicht antike“ Nen. Formen. Auf den Tab. ph. IV, V sind eine genügende Anzahl Belege auch für die spätere Kaiserzeit zusammengestellt: aus dem Jahr 198 IV d 1: 956, das G Z. 1 ist trajanisch, die 2 der unteren Z.„nicht antik“; aus d. J. 223 IVs 2: 996 die 2 der Inschrift; aus 236 IVs 4: 1336 mehrere der unteren Z.; aus c. 218— 222 IV d 5: 982 alle 5 G. Einige z. B. IV 1034, 999, 1314, 1239, V 1193, 1188, 1267 dadurch bemerkenswerth, weil sie von dem„rationellen Grund“(p. 91 der Vertheidg.) gar nichts zu wissen scheinen. Dass sich wie in der älteren Zeit, so natürlich auch später G finden, deren oberer apex schief gestellt ist, brauche ich kaum zu erwähnen. Tab. ph. VSs 4; 1176 c. 9— 90 n. Ch., app. der G noch schiefer als beim Nen.; ebd. s 3: 922 Mitte des 1. Jhrhdts. und noch mehrmals auf andern Steinen zugleich mit in diesem Punkt regelmässigen G. Bei M ist dem früher Gesagten nur noch zuzufügen, dass ich ebenso wie Ritschl von„zahllosen Bei- spielen“, wo auf längeren Inschriften ein- oder zweimal die Spitze des M„aus Flüchtigkeit“ so weit vom Boden bleibt, wie p. 92 der Vertheidg. bei 4, 5 u. 6, wenigstens in den Museen des Mittel- rheins nichts gesehen habe. In Mainz habe ich nur auf 2 Steinen ein M mit wenig kürzerer Spitze gefunden. Um so überraschender ist die Mittheilung Hübner's. Man könnte freilich als geneigter Leser den betr. Satz auch anders auffassen, als er von der grossen Masse der Leser ver- standen wird: ein besonderer Vorzug mancher Sätze der Vertheidigung vor denen des Gutachtens. Srwähnt muss noch werden, dass Hübner, der nicht einmal sieht, wie wenig genau und treu seine Abbildung der Nen. Buchstaben ist, der auf Schritt und Tritt echt antike Formen für modern erklärt, in den 4 einfachen Strichen des M p. 92 Nr. 6„unverkennbar“„einen echt antiken Ductus“ sieht! Endlich:„Im Gutachten heisst es p. 68: Wie es die Entstehung des Buchstabens aus der phönikischen und griechischen Urform bedingt, stehen die beiden äusseren Schenkel desselben in der älteren Schrift ausnahmsloss in einen Winkel gegen einander geneigt, in ganz vereinzelten Beispielen aus dem Ende des ersten Jahrhunderts findet sich zuerst u. s. w.“ Ritschl führt Rh. M. XIV p. 140, 284 mit Belegen aus, dass grade in der ältesten Zeit solche M vorkommen.„Wie ein antikes R aussieht und seiner Entstehung nach aussehen musste, hatte ich,“ schreibt Hübner p. 100,„in möglichst kurzen Worten gesagt.“ Schade, dass es grade in den seiner Entstehung nächsten Zeiten fast immer nicht so aussieht, wie es nach der aka- demischen Vorschrift ausschen müsste, was der oberflächlichste Blick in die P. L. M. E. lehrt. Warum es ganz natürlich ist, dass dies sich so verhält, s. S. 11. Ueberhaupt ist es ein sehr unglückliches Unternehmen, den Buchstaben R als belastendes Moment zu verwerthen. Bei keinem zeigen sich im Alterthum mannigfachere Formen; auf manchen Inschriften ist jedes R aunders. Nur dem modernen R ähnliche sind sehr selten, ein solches Tab. ph. VI d 9: 1330; weniger XI s 2: 956; vielleicht noch IX s 2: 1482; aus P. L. M. E. p. 79; XCIIG6. Ich zähle nun einige Inschriften auf, deren R, oft alle, entweder die cauda an die hasta setzen, oder die cauda nach aussen in der verschiedensten Weise krümmen, oder beide Regelwidrigkeiten zugleich zeigen: IIl7 E, O, R, S, V, VI, XVIZ, XVIIZ3, 24, XXXVII, XLG, XLII, XLV 8, XLIXG, L, LlII, LV, 4


