Aufsatz 
Eine Rede über Trennung und Zusammenhang der Schulen : nebst Anmerkungen
Entstehung
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schule zu Schlüchtern, wurde um 1832 in ein Progymnasium verwandelt. Dass in allen Or- ten Schulen errichtet werden sollten, in welchen wenigstens die ersten Anfangsgründe ge- lehrt würden, war zwar schon in den Homberger Synodal-Beschlüssen von 1526(S. Schminke monumenta hass. tom. II. p. 650) ausgesprochen. Aber es dauerte noch lange, bis diese Bestimmung ganz ausgeführt wurde und alle Gemeinden Schulen mit eigenen Lehrern erhielten. Der Begriff der wahren Volksschule, als einer den für alle künfti- gen Bürger des Staats und Glieder der christlichen Kirche nöthigen Unterricht darbie- enden Schule, die nur wegen der Rücksicht auf die verschiedenen Verhältnisse der Kinder, nicht wegen einer wesentlichen inneren Verschiedenheit in Stadt- und Land- schule zerfällt,(S. Schwarz Erziehungslehre III. S. 295) ist erst allmählich im 18. Jahrhundert vorzüglich nach dem Vorgang des edeln Freiherrn von Rochow in Rekahn seit 1772 ausgebildet und ins Leben geführt worden. Doch möchte, um sie überall zu ver- wirklichen, ungeachtet bedeutender Fortschritte der neueren Zeit, noch gar Manches zu thun übrig bleiben und die Ereignisse der neuesten Zeit mahnen dringend an die Aus- führung. Oeffentliche Schulen auch für Mädchen hat man im 18. Jahrhundert anzu- ordnen angefangen(S. Schwarz Schulen S. 86). Die ersten Lehranstalten zur Vor- bereitung und Bildung künftiger Volksschullehrer oder die ersten Schullehrer-Semina- rien entstanden erst nach 1770. Die zu Gotha und Hannover, ſauch das zu Cassel im Jahr 1779 errichtete, das mit dem Lyceum Fridericianum Anfangs unzweckmässiger Weise in Verbindung gesetzt wurde, gehören zu den ersten Anstalten dieser Art in Deutschland. Erst 1806 wurde auf Veranlassung einer Privatstiftung im Anfang mit geringen Mitteln ein solches Institut in Marburg begründet, das im Jahr 1833 nach Schlüchtern verlegt wurde, während man das Casseler nach Homberg versetzte. Handwerksschulen fanden hier und dort nach dem Beispiel der englischen zum Ersatz- des täglichen Schulunterrichts gegründeten Sonntagsschulen am Ende des 18., mehr noch im 19. Jahrhundert in Deutschland Eingang, mit der Bestimmung, den Unterricht der Volksschule fortzusetzen und unter besonderer Rücksicht auf die Bedürfnisse der Handwerker zu erweitern. In Kurhessen wurden Handwerksschulen im Jahr 1814 durch eine landesherrliche Verordnung eingeführt. Doch bedarf diess bis jetzt auf eine kleine Zahl von Städten eingeschränkte Institut einer weiteren Ausdehnung und festeren Ge- staltung. Die erste Realschule in Deutschland entstand zu Berlin 1747 durch die Be- mühungen von Julius Hecker, welche durch die Richtung der von H. A. Franke zu Halle gegründeten Schulen hervorgerufen waren.(S. K. v. Raumer's Geschichte der Pädagogik II.