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durch das man, was die Heimath nicht zu geben schien, finden wollte, eine ungeheure Macht auf Deutschland aus und zugleich wurde es Regel, den selbstsüchtigen oft kleinlichen Forderungen der fürstlichen Herrschaft die allgemeineren Interessen des Volks aufzuopfern oder doch nachzusetzen. Daher wurden für die Verbesserung der Schulen wohl hier und da Plane gemacht, aber besonders aus Mangel an Mitteln d. h. weil die Einkünfte des Staats und der Gemeinden schon für andere Zwecke aufgingen, nirgends durchgreifende und nachhaltige Maassregeln ausgeführt und, wenn auch in diesem Jahrhundert seit den Befreiungskriegen in Vergleich zu älteren Zeiten Viel geschah, so bleibt doch noch Viel zu thun übrig und aus der früheren Verwahrlosung dieses Zweigs der öffentlichen Wohlfahrt ist es zu erklären, dass das, was jetzt für die Schulen gefordert wird und, wenn eine allgemeine dem Bedürfniss entsprechende Volksbildung erzielt werden soll, gefordert werden muss, gar Manchen, die das innere Wesen der Sache nicht zu beurtheilen vermögen, als ein übertriebenes und einseitiges Verlangen erscheint. Noch ist, wie gesagt, viel zu thun übrig. Aber die Vorsorge, welche die Schulen mit Recht in Anspruch nehmen, besteht nicht bloss in pecuniären Unterstützungen, sondern auch in einer fortwährenden Aufmerksamkeit, Prüfung und Pflege, die so wie sie der Thätigkeit der Lehrer eine dem Zweck entsprechende Leistung auflegt und strenge Forderungen an sie macht, so auch zu jeder Verbesserung die Hand bietet und durch Theilnahme an den Bestrebungen der Schule und durch Anerkennung des wirklich Geleisteten zu unablässigem Fleiss und zu freudiger Hingabe für das hohe Ziel der ächten Volksbildung aufmuntert. Uebrigens sind ausser dem schon genannten Gymna- sium auch noch das Casseler und Marburger, aus Anstalten hervorgegangen, die dem 16. Jahrhundert ihren Ursprung verdanken, jenes aus der städtischen lateinischen Schule, die den Namen Pädagogium führte, dieses aus dem mit der Universität zugleich 1827 als Anhang derselben ins Leben getretenen Pädagogium. Der Ursprung des Fuldaer Gymnasiums ist, wenn auch durch mehrere Mittelglieder, auf das Jesuiten-Collegium zurückzuführen, das in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Fulda entstand, so- wie überhaupt durch die Jesuiten in dem katholischen Deutschland das Werk der Jugendbildung zwar in einseitiger Richtung, aber doch lebhaft gefördert, ja meistentheils eifriger als im protestantischen betrieben wurde. Die Entstehung des Hanauer Gym. nasiums dagegen gehört erst ins 17. Jahrhundert. Es ist von dem Grafen Philipp Lud- wig, in welchem noch der bessere reformatorische Geist fortlebte, im Jahr 1607 gestif- tet; nur kam die Ausführung seines Plans erst 1665 unter dem Grafen Friedrich


