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schulen, die man Realschulen genannt hat, durch eine polytechnische Schule oder höhere Gewerbschule d. h. eine zu den schwierigeren Gewerben und Künsten durch ge- nauere, wissenschaftliche Begründung und geordnete Uebung vorbereitende Anstalt den Schlussstein aufsetzte.*) Welche Menge von Schulen umfasst daher schon jeder Staat selbst von mässigem Umfang, der bedeutenden Zahl von Bildungsanstalten für einzelne Berufsarten nicht zu gedenken! Wie mamnigfaltig hat sich der öffentliche Unterricht verzweigt! Und diese Trennung der verschiedenen Schulanstalten ist sehr heilsam und nothwendig. Denn sie ist durch die Vielseitigkeit der menschlichen Bestrebungen, durch die Verschiedenheit der Standpuncte, auf denen die Menschen stehen und stehen sollen, unerlasslich geboten. Ja die Trennung wird und muss mit der Zeit noch weiter gehen. Man wird sich genöthigt sehen, die Absonderung der Lernenden nach ihren ver- schiedenen Zwecken und Bedürfnissen noch immer weiter auszudehnen. Man wird in den Schulen eine umfassendere und durchgreifendere Scheidung der verschiedenartigen Schüler vornehmen müssen. Man wird z. B. die Sonderung der Gymuasien und Real- anstalten wegen der Verschiedenheit der Lehrstoffe, welche sie zu Grunde legen, in einer noch vollständigeren und entschiedeneren Weise, als bisher meistentheils geschehen ist, ausführen müssen.“**) Steht einmal der grosse Grundsatz fest und wird dieser im- mer mehr in seiner Wahrheit erkannt, dass die Sorge für angemessene Bildung aller künftigen Glieder der bürgerlichen Gemeinschaft in dem eigenen höchst- dringenden Interesse des Staats liegt, derselbe Grundsatz, den das Christenthum mit den Worten verkündigt:„Gott will, dass allen Menschen geholfen werde, und dass alle zur Er- „Kenntniss der Wahrheit kommen“, ist dieser grosse Grundsatz erst, wie er es verdient, anerkannt und zur Herrschaft gelangt, dann werden kleiuliche und beschränkte Rück- sichten den höheren Interessen vollends weichen, dann wird man sich aus allen Kräften bestreben, vermittelst Errichtung und vollständiger Ausstattung der durch das Bedürfniss der Zeit gebotenen Anstalten, zumal ehe neue Kriegsstürme hereinbrechen, das grosse Werk der allgemeinen Volksbildung seinem Ziel immer näher zu führen. Man wird alsdann auch insbesondere der verwahrlosten Jugend, der durch die Umgebungen, worin sie aufwachsen, verdorbenen Knaben und Mädchen, welche so gut als andere die Fähigkeit haben, dereinst brauchbare Glieder des Staats zu werden, die aber wegen ——
*) S. Anmerkung 4. *⁴*ν) S. Anmerkung 5.


