Aufsatz 
Eine Rede über Trennung und Zusammenhang der Schulen : nebst Anmerkungen
Entstehung
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Jdeen anregen, die einer weiteren Verfolgung werth sind und sie wird mir Gelegenheit geben, einige Ansichten über die Verbesserung des Schulwesens mit Rücksicht auf die Forderungen der gegenwärtigen Zeit daran anzuknüpfen. Die dem Jahresbericht vor- auszuschickende Abhandlung wird freilich in solcher Gestalt gegeben, einen streng wissenschaftlichen Werth nicht haben, aber sie wird dem Leben näher stehen als die Erörterung eines einzelnen philologischen, historischen oder philosophischen Gegenstan- des und ich darf mit einigem Recht voraussetzen, dass sie bei einem grossen Theil der Leser, in deren Hände die Gymnasial-Programme kommen, mehr Interesse finden wird, als die wissenschaftlichen Abhandlungen, die den Programmen vorausgeschickt zu wer- den pflegen, meistentheils zu erwecken im Stande sind.

RBDI

am 20. August 1846

zur Feier des landesherrlichen Geburtstages gehalten.

Wir ſeiern heute ein hehres vaterländisches Fest. Denn an die Person des Landes- fürsten knüpft sich unauflöslich die Idee des Vaterlandes. In der Würde des Herrschers, der über Alle weit hervorragend, an der Spitze des ganzen auf Gesetze gegründeten Gemeinwesens steht, tritt uns sichtbar und verkörpert die hohe Bedeutung des ganzen Staats, dem wir angehören, entgegen. Da Alle insgesammt dem Landesfürsten unter- geben sind und seine Wirksamkeit sich über Alle erstreckt, so erinnert auch die Feier seines Geburtstags alle Bürger und Diener des Staats nicht bloss an die eigenthümlichen Verpflichtungen, die Jedem gegen den obersten Lenker des Staats obliegen, nicht bloss an die besonderen Beziehungen, in denen die einzelnen Stände des Volks zu dem Re- genten stehen, sondern auch an das gemeinsame Band, das alle Stände, alle Classen des Volks zugleich mit dem Oberhaupte des Staats und unter einander verknüpft. So- wie jedes vaterländische Fest, möchte es nun dem Andenken eines um das Vaterland hoch verdienten Mannes oder einer für den Staat folgenreichen Begebenheit geweiht sein,