Blautal und das obere Donaufal feils zu Fuß, feils mit der Bahn. Die gewaltige Natur, die eigene Prägung der Felsenfäler begeisterten Lehrer und Schüler. Die Er- örferung geologischer Fragen ergab sich ohne Zwang. In Blaubeuren sprachen Natur und Kunst in seltsamstem Zusammenklang. Der Hochaltar des Klosters wurde als ein be- sonders schönes und in ursprünglicher Frische erhaltenes Werk spätgofischer schwäbischer Kunst bewundert, auch in seiner unange- tasteten Einordnung in den Gesamtraum
gewürdigt. Am Blaufopf wurde Mörikes und seiner„Geschichte von der schönen Lau“ gedacht.
In Sigmaringen und Donaueschingen ver- miftelte die Schau der Museumsschötze mit dem bereifs Gesehenen ein gutes Bild alt- schwäbischen Kunstschaffens. Sachkundige Führung durch das Kloster Beuron gab einen interessanten Einblick in das Kloster- leben, in die kontinuierliche Tradition kirch- licher Einrichtungen bis ins frühe Mittel- alter und in die auch neuerdings gepſlegten eigentümlichen Kunstbestrebungen. Vom
Donaufal aus wurden eine Reihe grohß- artig angelegter Felsenburgen erstiegen.
(Schloßz Werenwag, Burg Wildenstein, Baumgruppe aus dem Park in Sigmaringen Schloß Bronnen).(Gedächtniszeichnung).
Die Vulkankugel des Hegaus(Hohentwiel u. a.) boten sich auf der Fahrt nach dem Boden- see in bequemer Sicht dar. Ein Tag auf der Insel Reichenau brachte reiche Ausbeute an kunst- und kulturgeschichtlichen Einsichten. Die romanischen Fresken in den Kirchen von Ober- und Unterzell wurden mit dem größten Interesse studiert und z. I. abgezeichnet. Stift, Kohle und Pinsel wurden immer eifriger gebraucht in der lieblichen Landschaft auf Reichenau und späterhin vor dem wuch- ſigen Felsenauſfbau der Bodenseeperle Meersburg. Dampferfahrten führten über Konstanz nach Uberlingen und von dort am nördlichen Seeuſfer entlang bis Lindau. Dabei wurde die
vorzügliche Alpensicht ausgiebig genossen. Zuſetzt sah man in Weingarten ein prächtiges Beispiel süddeutscher Barockkunst.
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