Aufsatz 
Vom Werden, Wirken und Wesen der Musterschule. Festgabe zum einhundertfünfundzwanzigjährigen Jubiläum 1803-1928 / hrsg. von Peter Müller
Entstehung
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Die unmiffelbare Beteiligung und Verantworfung der Elternschaft, als deren Vertretung die Deputation anzusehen ist, hat sich für die Entwicklung der Schule als sehr segensreich erwiesen. Als die Schule 1872 in städtische Verwaltung überging, löste sich die Depufation auf.

ODR. WLHELM HEINRICH SEEL leitete von 1810-17 als Oberlehrer, von 1817-21 als Direktor, wie von da an die Amisbezeichnung heiht, die Muster- schule. Der abgebildete Schatftenrih wurde 1925 nach vielen Bemühungen bei Verwandten in Bonn auſgeſunden.

Unter Seel wurde 1813 die Witwen- und Waisenkasse gegründet.

22 C.ler Hrareune Uanl. Deee 1[6 tSn 1821.

DIE WWEN-= UND WAISENKASSE. Zur Versorgung der interbliebenen der Lehrer wurde 1813 unter dem Direkforat Seels die Witwen- und Waisenkasse ins Leben geruſen. Aus Goftes- pfennigen, Einschreibegeldern, Spenden beim Abgang von der Schule und sonstigen Zuwendungen, die bis 1914 reichlich eingingen, wuchs das Vermögen der Kasse im Laufe der Zeit beträchtlich an. Vor dem Kriege konnten jeder Witwe efwa 800 Mark jährlich ausbezahlt werden. Leider ist durch die Inflation das Kapital zum größten Teil verloren gegangen, sodah die Kasse, die nicht mehr

recht lebensfähig ist, wahrscheinlich aufgelöst werden muß.

Die Goftespſennige und Abschiedsspenden, die während des Krieges allmãählich auſgehört hatften, wurden 1927, allerdings mit anderer Zweckbestimmung, wieder eingeführt. Die Goftespſennige dienen als Verfügungssumme des Direktors für besondere Ausgaben, die Abschiedsspenden werden dem Kapital der Jubilãumsstiftung überwiesen.

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