BESIAND AM 18. APRll 1828. DIREKTOR: Ehregoft Wilhelm Gottlieb Bagge.
ORDENTIUICHE LEHRER UND LEHRERINNEN: Gotflob Heinrich Wetzel, Dr. Johann Gerlach Guldner, Christian Hahn, Anton Lehn, Johann Georg Zährer, Wilhelm Heinrich Acker- mann, ODr. l. A. Solomé, Karl Friedrich Haug, Georg Grosch.— Kath. Schütz, Charl. Leonhard.
AUSSERORDENTLICHE LEHRER: Johann Christoph Scholder(ab 1831 Scholderer genannt), Wilhelm Kilzer, Dr. I. P. K. Busch.
SCHULERZAHIIL. 228 Knaben und 224 Maädchen.
BESIAND AMℳM 18. APRll 1853. DIREKTOR: Dr. Karl Eriedrich Ludwig Kühner.
ORDENTLICHE LEHRER UND LEHRERINNEN: Christian Hahn, Anton Lehn, Johann Georg Zährer, Karl Friedrich Haug, Johann Christoph Scholderer, Dr. Heinrich Weismann, Julius Maithieu, Friedrich Reifl, Karl Oppel, Wilhelm Kilzer, Karl Paul, Ernst Wiederhold.— Char- lofte Sommer, geb. Leonhard.
AOSSERORDENILICHE LEHRER UND LERHRERINNEN: Dr. Adolf Torstrick, Dr. Karl Supf, Dr. Eduard Aderholdt, Franz Joseph Schmitz, Friedrich Võölcker, Hermann Bagge, Niko- laus Hoff, Eugen Peipers, Eduard Oestreich.— Elisabefb Falta.
An der sog. HALBPENSIONSANSTALT beschäftigt: Ih. Ludwig Kappus, Ludwig Rausenberger.
SCHUIL.ERZALL. 335 Knaben und 278 Mädchen.
In der HALBPENSIONSANSTALT konnten Schüler der Musterschule gegen eine geringe Ent- schädigung unter Aufsicht auherhalb der eigenilichen Schulzeit ihre Aufgaben anfertigen, auch wurden sie mit Papparbeiten, Lekfüre, Spielen, Spaziergängen(im Sommer Baden und Schwimmen) beschäftigt. Die Einriciung wurde 1826 eingeführt und 1867 wieder aufgehoben.
Unter Direkfor Kühner wurde die Schule 1852 zu einer höheren Realschule ausgestaltet. Im Zusammenhang damit wurden Englisch und Chemie in den Lehrplan aufgenommen(Technologie kommt gelegentlich schon früher als Unterrichtsfach vor). Mit dem Unterricht in der Chemie waren für Ol von Anſang an praktis che Ubungen im Laboratorium verbunden; es dürſte sich hier um die ersten Schülerübungen an den Frankfurfer höheren Schulen handeln.
Unter Kühners Vorgänger, dem leider allzufrüh verstorbenen Friedrich Konrad Bruckner, der von 1848— 1851 Direktor war, wurde 1849 durch Karl Oppel eine neue Lehrmethode im Zeichnen (nach Dupuis) eingeführt; im gleichen Jahre hat die Musterschule als erste Franklurfer Anstalt Turnen in den Lehrplan aufgenommen. Diesem Vorgehen folgten bald die anderen Schulen, wie sie auch die Einrichtung des Maifestes als Anregung aufgrifſen.
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