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Cassel, 11. Februar 1899. Der Oberlehrer Dr. Heymach wird vom 1. April d. J. ab an das Königliche Gymnasium zu Wiesbaden und der Oberlehrer Eitel von dem- selben Zeitpunkte ab an das Königliche Wilbelms-Gymnasium in Cassel versetzt.
Berlin, 13. Februar 1899. Das Ober-Hofmarschall-Amt Seiner Majestät des Kaisers und Königs teilt mit: Seine Majestät der Kaiser und König haben geruht zu bestimmen, dass von der von der Firma Ad. O. Troitzsch zu Berlin hergestellten farbigen Reproduk- tion des A. von Menzelschen Bildes„Flötenkonzert Friedrichs des Grossen“ ein Exemplar auch dem Gymnasium in Weilburg überwiesen werde.
Cassel, 22. Februar 1899. Die bereits in den höheren Schulen des Bezirks Cassel und der Städte Frankfurt und Homburg im Bezirk Wiesbaden eingeführte Ferienordnung A wird auf ein von dem Magistrat der Stadt Weilburg an den Herrn Minister gerichtetes Gesuch von Ostern 1899 ab auch in dem Gymnasium zu Weilburg eingeführt.
Cassel, 11. März 1899. Der Direktor wird mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Königlichen Kommissars bei der bevorstehenden Reifeprüfung beauftragt.
13. März 1899. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Engelhardt wird mit
Cassel, dem 1. April von dem Königlichen Friedrichs-Gymnasium zu Cassel an das Königliche
Gymnasium zu Weilburg versetzt.
Moptag, den 18. April wurde die Aufnahmeprüfung abgehalten und Dienstag, den 19. das neue Schuljahr mit einer gemeinsamen Andacht eröffnet. Nach derselben fand die Verlesung und Erläuterung der Schulordnung sowie die Verpflichtung der 32 in die
Anstalt neu aufgenommenen Schüler statt.
Da der Oberlehrer Dr. Weis zu einem naturwissenschaftlichen Ferienkursus in Göttingen beurlaubt war, so musste derselbe bis zum 27. April vertreten werden.
In der Nacht vom 25. auf den 26. April starb nach langen schweren Leiden der katholische Religionslehrer an dem hiesigen Gymnasium, Pfarrer Johannes Siegel. Der- selbe hatte seit dem Herbst 1891 mit unentwegter Pflichttreue seines Amtes an der An- stalt gewaltet und sich während dieser Zeit die Liebe und Verehrung seiner Schüler und die Achtung seiner Amtsgenossen in hohem Masse zu erwerben gewusst. Am 29. geleitete das gesamte Gymnasium den Entschlafenen zu seiner letzten Ruhestätte. Das Andenken des charaktervollen, energischen und doch so milden und wohlwollenden Mannes wird in der hiesigen Anstalt stets in Ehren bleiben.
Mittwoch, den 18. Mai fand in Höchst a/M. die 23. Hauptversammlung des Vereins von Lehrern an den höheren Schulen der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck statt, an weleber sich auch 4 Mitglieder des hiesigen Gymnasiums beteiligten. Die Lehrstunden der betreffenden Herren fielen an dem genannten Tage aus.
Die Pfingstferien dauerten vom 28. Mai bis zum 6. Juni.
Dienstag, den 14. Juni unternahmen die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Ordinarien Ausflüge in die nühere und weitere Umgegend. Die beiden Primen besuchten
die Saalburg.


