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den Logarithmen, mit Uebungen im Rechnen mit ge- meinen und den Aggregationslogarithmen. LUeber- sichtliche Darstellung des innern Zusammenhangs der sieben arithmetischen Operationen.— Die Com- binationslehre.— Nach Müller's Lehrbuch der Arithmetik. 2. Auflage. 1
Geometrie. 3 St.(Meng es.)
Stereometrie nach Müller's Lehrbuch, mit Ue- bungen im Berechnen eben- und krummflächiger Körper, besonders der Kugel und ihrer Stücke. Die in dem vorjährigen Cursus begonnenen Elemente der so genannten neueren Geometrie wurden in so
weit fortgeführt, als sie Anwendungen auf die Ste- reometrie zulassen.
Naturgeschichte. 2 St.(Sandberger.)
Im Sommer: Botanik. Natürliches und künst- liches Pflanzensystem verglichen. Bestimmungen aus der Lokalflora und Pflanzenzeichnen. Leunis Schul- naturg. II.
Im wWinter: Zoologie. Strahlthiere und Glieder-
thiere im Ueberblick.
Physik. 2 St.(Greiss.)
Die allgemeinen Eigenschaften der Körper; die be- Ssonderen Eigenschaften derselben in den drei ver- schiedenen Aggregatzuständen; Magnetismus; Rei-
bungselectricität.
Chemie. 4 St.(Casselmann.)
Die ersten Anfangsgründe der unorganischen und der organischen Chemie, nach des Lehrers Leid- faden Curs. I.
Lineares Zeichnen. 2 St.(Hildenbrand) Uebungen im geometrischen Zeichen.— Anfangs- gründe der descriptiven Geometrie bis zur Darstel- lung der drei Projectionen eines Kreises in allen beliebigen Lagen, sowie die des Kegels und Cylin- ders mit scharfer mathematischer Begründung. Viel- fache Uebungen im Lösen von Aufgahen, Alle Ueb- ungen ohne Vorlegblätter. ⸗
Freies Zeichnen. 2 St.(de Laspée)
Situationszeichnen. 1 St. wie in IIIb.
Nachzeichnen ornamentaler Figuren 1/ St. wie in IIIb. mit Zusatz der richtigen Verstärkung(Schat- tirung) der Umrisse.
Gesang.(siehe unten.)
Klasse II. Ordinarius: Professor Dr. Greiss.
Deutsche Sprache. 3 St.(bis Mitte Juli 1 St. Mül- ler, 2 St. Greiss, von da an im Sommer Greiss, im Winter Menges.)
Lesen und Erklären deutscher Gedichte aus Wa- ckernagel's Auswahl, mit besonderer Berücksich-
tichtigung der wichtigsten metrischen Formen. Aus-
serdem wurde Göthe's Götz von Berlichingen, Her- mann und Dorothea und Lessing's Nathan der Weise gelesen. Declamationsübungen und Aufsätze. Uebersichtliche Darstellung der deutschen Litteratur- geschichte bis auf Kklopstock nach Weber's Abriss.
Latein 3 St.(Greiss.) Gelesen wurde Sallast. bellum. Catilinar, fast bis zu Ende; schriftliche Uebungen im Uebersetzen aus dem Deutschen in das Lateinische.
Französische Sprache. 4 St.(Lüde eking.) Lectüre: Aus Lüdecking's französ. Lesebuch
II. Theil der grösste Theil der Erzählungen und ei- nige Abschnitte aus den Bildern aus dem Natur- und Völkerleben, so wie einige Gedichte. 2 St. Gram- matik und vielfache mündliche und schriftliche Ueb- ungen im Vebersetzen in das Französische nach Ploetz II. Theil. 2 St.
Englische Sprache.(Siehe unten.)
Religion 2 St.(kirchenrath Dietz.) eeptaeh Die Lehre vom christlichen Glauben und eben. 1—
Katholiken.(Caplan Lorsbach.)
Geschichte der vorchristlichen und chistlichen offen- barung nach Martin's Lehrhuch der katholischen Religion für die oberen Klassen der Gymnasien.
Geschichte und Geographie. 3 St.(Ebenau.)
Die ganze römische Geschichte bis zum Sturz des
weströmischen Reiches durch Odoaker, nach Dietsch. Arithmetik. 2 St.(bis zu Anfang Juli Müller, dann Greiss.)
Gleichungen des ersten Grades mit mehreren un- bekannten Grössen; quadratische Gleichüngen; cu- bische Gleichungen. 3
Geometrie. 3 St(bis Mitte Juli Müller, von da an Menges.) 6
Die Goniométrie, die ebene und sphärische Trigono- metrie, sowie Einiges aus der Polygonometrie, mit vielfachen Uebungen und Anwendungen auf bestimmte Zahlenbeispiele. Die Beispiele für die sphärische Trigonometrie wurden hauptsächlich aus der mathe- mathischen Geographie und Astronomie genommen.
Naturgeschichte. 2 St.(Sandherger.) 4 Mineralogie: Krystallformen aller Systeme. Ausge- wählte Mineralspecies. Umriss des Mineralsystems. Physik. 2 st.(Greiss.) 1
Galvanische Electricität; Inductionselectricität; Ther-
moeleetricität; atmosphärische Electricität; Lehre
vom Schall.— Mechanik. wöch. 2 St.(Greiss.)
Einleitung; Statik und zwar Zusammensetzung und Zerlegung der Kräfte, Bestimmung des Schwerpunkts fester Körper, und Gleichgewicht der Kräfte an Ma- schienen; Anfang der Dynamik, die geradlinige gleichförmige Bewegung und die gradlinige verän- derliche Bewegung.


