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7. Geſchichte und Geographie: 3 St. Das Mittelalter, nach Pütz' Grundriß für obere Klaſſen. Wiederholung der griechiſchen Geſchichte. Geographiſche Repetitionen. Prof. Gegenbaur.
8. Mathematik: 4 St. a) Arithm.: Übungsaufgaben aus der Lehre von den Gleichungen und Reihen, meiſt aus Heis. b) Stereometrie, nach Kommerell. c) Geometriſche, trigonometriſche und ſtereo⸗ metriſche Aufgaben. Wagner.
9. Phyſik: 2 St. Lehre vom Schall und vom Lichte. Mathematiſche Geographie. Derſelbe.
Ober-SFekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Koerber.
1. Religionslehre: 2 St. a) Kathol.: Apologie des Chriſtentums, nach Dreher. Breitung. — b) Evangel.: Die Apoſtelgeſchichte, der Brief Pauli an die Hebräer und der Jakobusbrief. Pfr. Schäfer.
2. Deutſch: 2 St. Lehre von den Formen und Gattungen der Dichtkunſt. Erklärung und Vortrag von Gedichten. Lektüre von Schillers„Wilhelm Tell“. Beſprechung und Korrektur der Aufſätze. Prof. Gegenbaur.— Themata zu den Aufſüätzen: 1) Inwiefern iſt der Ackerbau die Grundlage aller Kultur? Mit Bezug auf
Schillers„Eleuſiſches Feſt“.— 2) Inwiefern können Gefahren und Drangſale, welche über ein Volk kommen, vorteil⸗
haft auf dasſelbe einwirken?— 3) Welche Verhältniſſe machen uns die Heimat beſonders lieb und wert?— 4) Mit
welchem Rechte nennt man Böotien„die Tenne des Ares“?— 5) Inwiefern wurde durch die Liciniſchen Rogationen der Kampf zwiſchen Patriziern und Plebejern beendigt?— 6) Wodurch erlangten nach Vertreibung der Könige zu
Rom die Patrizier den größten Einfluß im Staate?— 7) Welche Eigenſchaften des römiſchen Charakters haben we⸗
ſentlich zur Größe Roms beigetragen?— 8) Welche Bedeutung haben die Perſerkriege für die Entwicklung Athens?
— 9) Freunde ſtärken uns im Guten, Feinde machen, daß wir Fehler meiden.
3. Latein: a) 8 St. Sallust. bell. Jugurth. 1—72; Livius lib. I. Grammatik nach Meiring Kap. 102— 119. Exercit. domest.(wöchentlich) und scholast.(jede dritte Arbeit), ſowie mündliche Über⸗ ſetzung aus Süpfle, 2. Teil. Im W. einige freie Aufſätze. Der Ordinarius.— b) 2. St. Vergil. Aeneid. libb. II 250— III 505. Wiskemann.
4. Griechiſch: a) 4 St. Ausgewählte Abſchnitte aus Herod. histor. VIu. VII; Xen. Cyr. I. Grammatik nach Berger§ 262— 396. Exercit. domest. und scholast. abwechſelnd, ſowie mündliche Üüberſetzung aus Seyffert. b) 2 St. Homer Odyss. lib. IV, 265— VI incl. und IX. Der Ordinarius.
5. Hebräiſch: 2 St. Lehre von den regelmäßigen und unregelmäßigen Verben und Subſtantiven; Hauptregeln der Syntax; Leſen und Überſetzen nach Voſen's Leitfaden. Breitung.
6. Franzöſiſch: 2 St. Lektüre von Voltaire, Charles XII(nach Vol. XXXVI der Bibliothek ꝛc. von Dr. Ant. Goebel). Syntax nach Knebel,§ 94— 117. Mündliches Üüberſetzen ins Franzöſiſche nach Höchſten. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit. Dr. Bölke.
7. Geſchichte und Geographie: 3 St. Römiſche Geſchichte, nach dem Grundriß für obere Klaſſen von Pütz. Phyſikaliſche und politiſche Beſchreibung Europas, insbeſondere des deutſchen Reiches, nach des Lehrers Leitfaden. Kartenzeichnen. Prof. Gegenbaur.
8. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Gleichungen vom erſten und zweiten Grade; Logarithmen; arithmetiſche und geometriſche Reihen, nach dem Lehrbuche von Neumann; Übungen nach Heis§ 56— 59,


