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Im zweiten Theile seiner Abhandlung gibt Postula meist neue Versuche, die sich fast alle auf die Parallelstellung der Gabel beziehen, so dass wir hier eine willkommene Ergänzung der Experimente Gripons haben, der ausschliesslich die Transversalstellung benutzte. Nachdem die Taylorsche Formel auf ihre Richtigkeit geprüft ist, wird nach der Angabe Tyndalls das speci- fische Gewicht einer Anzahl von Metalldrähten bestimmt und so die Meldesche Erregungsmethode noch in weiterer Hinsicht nutzbar gemacht. Interessant ist ferner die Art, wie das Vorhanden- sein der drei Bewegungskomponenten an der Stimmgabel auf graphischem Wege nachgewiesen wird. Die vertikale Transversalkomponente zeigt sich, wie schon früher erwähnt, auf den Diagrammen im Verhältnis zu den beiden anderen sehr Klein.
Der belgische Akustiker beobachtete ferner sehr genau die Schwingungsformen, und da er dabei ganz merkwürdige Bildungen erblickte, die aus dem alleinigen Zusammenwirken von primären und sekundären Wellen nicht erklärt werden konnten, so geriet er auf die Entdeckung einer terliären Schwingung. Es gelang ihm auch, solche Vibrationen zu isolieren(S. 32), doch war die Amplitude nur sehr klein und ohne merkliche Tonwirkung. Die nähere Auseinandersetzung knüpfe ich an einen Versuch, welcher mit feinen Seidenfäden von 1,50 m Länge ausgeführt wurde. Die Be- obachtungen sind in folgender Tabelle zusammengestellt: ⁴⁹)
Tabelle aller Resonanzschwingungen.
4 J. 1. II. 2. V b III. 3. 5 7 1 5 AP——— 85——— 21,?2——— 9,5 +₰ o 8. 22 1 * E P— 340— 85— 38— 21,/?— 13,6— 9,5 —+ DB 3 ¶᷑———— 5 5 2— 1— 2— 3— 4— 5— 6 Z— 5 2 ½ P 760— 190 85 48— 30 21,2 15,5— 11,9 9,5 2 3 FE;=2 1l=36 ,—=6 5 0
⁴⁹) Einzelne Spannungen sind nur wenig verändert angegeben, um die Gesetzmässigkeit in diesem einzelnen Bei- spiele besser hervortreten zu lassen. Bei einer grösseren Zahl von Beobachtungen erscheint sie natürlich noch deutlicher
in den Mittelzahlen. Vergl. Postula S. 33.


