4
C. RNechnen.
Bis zum 30. November 1868 wochentlich 6 Stunden bei Reallehrer Hillebrand: Anſchauungs⸗ lehre der Zahlenverhältniſſe nach Peſtalozzi mit Anwendung dieſer Uebungen zur möglichſt ſchnellen Löſung von Geſchäftsrechnungen; die erſten Anfänge der wälſchen Praktik.
Seit 1. Dezember 1868 wöchentlich 6 Stunden bei Reallehrer Würth, unter Benutzung von Köpp's Rechenaufgaben.
1. Untere Abtheilung: Die vier Grundrechnungsarten in unbenannten Zahlen; Kopfrechnen.
2. Obere Abtheilung: Die vier Grundrechnungsarten in gleichbenannten und ungleichbenann⸗ ten Zahlen; Kenntniß der Münz⸗, Maß⸗ und Gewichtsverhältniſſe; Kopfrechnen.
D. Formanſchauung. K
Anſchauungslehre der Maßverhältniſſe an Linien und Winkeln, 2 Stunden wöchentlich bei Lehrer Sieben.
1. Untere Abtheilung: Die verſchiedenen Arten der Linien und Winkel; die Verbindungen von 2 und 3 geraden Linien. Uebung im Angeben der Winkel, welche entſtehen, wenn 2 parallele Linien von einer dritten durchſchnitten werden in verſchiedenen Lagen. Die Längenmaße.
2. Obere Abtheilung: Dasſelbe, wie die untere Abtheilung; außerdem Eintheilung der Dreiecke; Größenberechnung der Winkel im Dreiecke.— Eintheilung der Vierecke.— Einige Sätze der Pla⸗ nimetrie auf anſchauliche Weiſe. Gebrauch des Transporteurs.— Die verſchiedenen Arten der Dreiecke und Vierecke wurden zur beſſern Veranſchaulichung von den Schülern aus Papier ausgeſchnitten; gewandtere Schüler verfertigten ſich auch Transporteure aus Pappdeckel.
E. Künſte.
1. Schreiben, 4 Stunden wöchentlich bei Lehrer Sieben: Die Haltung des Körpers und der Feder.— Das große und kleine Alphabet der deutſchen und engliſchen Schrift; Schreiben von Wörtern nach der Dlemann ſchen Tact⸗, Schön⸗ und Schnellſchreibmethode. 2. Zeichnen, 2 Stunden wöchentlich bei Reallehrer Mühr. 1 Untere Abtheilung: Im Sommerhalbjahre die erſten Elemente des Zeichnens; Verbin⸗ dung der verſchiedenartigen Linien zu Flächen nach Angabe des Lehrers und Vorzeichnung an der Tafel. Im Winterhalbjahre Zeichnen nach Vorlegeblättern: Geräthe, Anfänge zu Landſchaften in einfachen Umriſſen. 2. Obere Abtheilung: Leichte Landſchaften. Anfänge zu Ornamenten. Mit beiden Abtheilungen wurden außerdem in einer wöchentlichen Stunde die erſten Uebungen nach der Kumpa'ſchen Methode vorgenommen. 3. Turnen, nur im Sommer, 2 Stunden wöchentlich unter der Leitung des Directors: 1) Frei⸗ übungen nach Spieß: Fußübungen; Arm⸗ und Handübungen;! Gehen und Laufen.— 2) Leichtere Uebun⸗
gen am Barren. DBritte Glaſſr. Claſſenführer: Reallehrer Würth.
A. Neligion.
I. Für die e katholiſchen Schüler fruher 2, ſeit 1. Dezember 1868 aber 3 Stunden wöchentlich bei Kaplan Herke, gemeinſchaftlich mit denen der zweiten Claſſe. 1. Katechismus, ſiehe vierte Claſſe. Beſonderer Erſteommunicanten⸗Unterricht ſeit Neujahr, 4 Stunden wöchentlic, in Verbindung mit den betreffenden Schülern der zweiten und erſten Claſſe. 2. S ibliſche Geſchichte: Ausgewählte Stücke des alten und neuen Teſtamentes. II. Für die evangeliſchen Schüler gemeinſchaftlich mit denen der zweiten Claſſe 2 Stunden öchentlig bei Pfarrer Hof. Katechismus: Repetition des IV. Hauptſtückes der Glaubenslehre und dazu Hauptſtück N und VI. 2. Bibliſche Weet hichte: Die Erzählungen des neuen Teſtamentes nach Zahn’s bibliſchen Hi⸗ ſtorien von§ 67 bis§ 8 III. Die Jraeltiſche Schüler beſuchten den Religionsunterricht und Gottesdienſt ihrer Gemeinde.
B. Sprachen.
1. Deutſche Sprache, 4 Stunden wöchentlich, bis 1. Dezember 1868 bei dem Director, von da ab bei Reallehrer Würth.


