Aufsatz 
Fauna der näheren Umgegend von Bingen : B: Wirbellose Tiere
Entstehung
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J. I. Schulnachrichten. 1. Die Lehre.

a. Darſtellung im Einzelnen. Bezüglich der jetzigen Claſſeneintheilung der Anſtalt iſt vorauszuſchicken, daß am 1. Dezember 1868 mit dem Dienſtantritte des Reallehrers Würth in Folge dieſes Zuwachſes an Lehrkräften die ſeit⸗ herige Vertheilung der Unterrichtsfächer theilweiſe abgeändert, und die ſeitherigen 2 Abtheilungen der II. Claſſe in eine II. und III. Claſſe geſchieden wurden, ſo daß die Anſtalt ſeitdem eine IV. Claſſe mit zwei⸗ jährigem Curſus, eine III. und eine II. Claſſe mit je einjährigem Curſus und eine I. Claſſe mit zweijäh⸗

rigem Curſus beſitzt. 1 Dierte Gluaſſe.

Claſſenführer: Reallehrer Hillebrand. A. Neligion. I. Für die katholiſchen Schüler 2 Stunden, ſeit 1. Dezember 1868 aber 3 Stunden wöchentlich bei Kaplan Herke.- 1. Katechismus: Beichtunterricht. Zweites und drittes Hauptſtück des Diöceſankatechismus. 2. Bibliſche Geſchichte nach Schuſter: Ausgewählte Stücke des neuen Teſtamentes; vom alten Teſtamente von Anfang bis David. II. Für die evangeliſchen Schüler 2 Stunden wöchentlich bei Pfarrer Hof. 1. Katechismus: Sittenlehre I. und II. Hauptſtück. G 2. Bibliſche Geſchichte: Die Erzählungen des neuen Teſtamentes nach Zahn's bibliſchen Hiſto⸗ rien von§ 1 bis§ 47. III. Die israelitiſchen Schüler beſuchten den Religionsunterricht und Gottesdienſt ihrer Confeſſion.

B. Sprachen.

Da Schüler von 810 Jahren für einen ſyſtematiſchen Unterricht in der Grammatik noch nicht reif ſind, ſo konnten ſie nur durch Abſtraction aus Beiſpielen auf die grammatiſchen Begriffe vorbereitet werden. I. Deutſche Sprache, 6 Stunden wöchentlich bei Reallehrer Hillebrand, nach deſſen Ele⸗ mentarbuch für die Mittelclaſſen der deutſchen Volksſchulen: Uebungen im ſchriftlichen und mündlichen Ge⸗ dankenausdruck; den Stoff lieferte die Natur⸗ und Heinathskunde, da dieſe Fächer noch nicht getrennt behandelt wurden. Bei der Entwickelung der grammatiſchen Begriffe wurde die Terminologie der Wurſt'ſchen Sprachdenklehre befolgt. Außer den in dem Leitfaden der Schüler aufgeführten Naturgegenſtänden wurden noch ausführlich nach vorgezeigten Exemplaren(bis zum Ende März) beſchrieben: der Pirol, die Klapperſchlange, der Igel, das Hermelin, der Schwarzſpecht, der Guckguck, der Iltis, theils nach Friderich, theils nach Rudolphi. Ferner wurde ein Aufſatz über das bei einem Naturalienſammler Geſehene gemacht.

1. Untere Abtheilung: Uebungen in einfachen Sätzen. Bildung der Gegenwart, ein⸗ fachen Vergangenheit und Zukunft der Zeitwörter; Bildung der Mehrzahl der Dingwör⸗ ter; Betrachtung aller Satzerweiterungen, mit ſteter Vergleichung des Franzöſiſchen. Nach dem erſten Ab⸗ ſchnitt des genannten Elementarbuches.

2. Obere Abtheilung: 1) die nämlichen Uebungen in Gemeinſchaft mit der untern Abthei⸗ lung. 2) Uebungen an zuſammengezogenen und zuſammengeſetzten Sätzen. Bildung der Gegenwart, Mitvergangenheit, einfachen Vergangenheit und Zukunft der Zeitwörter; Betrachtung der Wortfolge mit ſteter Vergleichung des Franzöſiſchen. Nach dem zweiten Ab⸗ ſchnitt des genannten Elementarbuches.

2. Franzöſiſche Sprache, 4 Stunden wöchentlich bei Reallehrer Hillebrand.

1. Untere Abtheilung: Leſe⸗ und Sprachübungen nach Hillebrand's Leitfaden, I. Curſus. Uebungen in einfachen Sätzen; das Présent, Passé indéfini und Futur der regelmäßigen Zeit⸗ wörter; dieſelben Zeitformen derjenigen unregelmäßigen Zeitwörter, deren Bedeutung in den Begriffskreis achtjähriger Knaben fällt; Bildung der Mehrzahl; Geſchlechtswandlung der Eigenſchaftswörter; Gebrauch der Beifuͤrwörter.

2. Obere Abtheilung: 1) Dieſelben Uebungen in Gemeinſchaft mit der unteren Abtheilung. 2) Sprach⸗ und Sprechübungen nach Hillebrand's Leitfaden, II. Curfus. Uebungen in einfachen und zuſammengeſetzten Sätzen; Steigerung der Eigenſchaftswörter. Naturgeſchichtliche Beſchreibungen.