Aufsatz 
Lucian als Aesthetiker
Entstehung
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unbemitteltere an dieſer Ercurfion Theil nehmen konnten, da die Fahrkoſten für eine ziemliche Anzahl aus den Mitteln der Heunehergerſchen Stiftung beſtritten murden und Manche auch ſur ihren Uuter halt an dieſem Tage einen Beitrag erhalten konuten

Amt 20. Juni ſchickte der Director im Namen des Gymmaſium Berhardinmm ein Gratula. tionsſchreiben zur Feier des 3001ührigen Jubiläums des Gymnaſtums zum granen zloſter in Verlin an den Direcior deſſelben, Orn. Dr. Bond, da das hieſige Lehrerollegium zu dieſer Feier eingeladen worden war, aber keiner der Lehret bei derſelben gegenwärtig ſein konnte

Zur Abhaltng der großen Sommerſerien wurde die Schule in dieſem Jahre am 25. Juli geſchloſſen, der Unterricht begann wieder den 31., Auguſt.

Den 2. September wurde der Gedächtmißtag der Schlacht bei Sedan geſeiert. Prof. Weller hielt frah bei der Morgenandacht eine Anſprache an die Schüler, in welcher er zeigte, daß das Sedaus⸗ feſt ein Beweis ſei, wie Argliſt der Rerlichteit unterliege, und, daß deshalb an daſſelbe auch die Hoſfuung getnuſt werden könn, daß auch ein andrer Feind des deutſchen Reichs, der Uliramontani mus, ebenſalls werde beſtegt werden. Den Vormittug wohnten dann die Schüler dem Goltesdienſt in der Stadttirche bei und Abends nahmen mehrere der älleren Schüler Theil an einem Fachelzu

Die furchtbare Feuersbrunſt, welche am 5. September Nachmittags gegen 4 Uhr bier aus vrach, erſt gegen, Morgen am 6. September zum Stilſtand kam und einen großen Theil der Stadt Meiningen in Aſche legte, traf auch das Gymnaſium hart. Zwar blieb das Gymnaſialgebäude, obwohl, die Flammen uon zwei Seiten ſchan ziemlich nahe gerückt waren, durch Goltes gnädigen Schuß unverſehrt, aber die Wohnungen von 3 Lehrern branuten nieder, ein vierter aber, bis zu deſſen Haus das Feuer vorgedrungen war, konute wenigſtens längere Jeit ſeine Wahnung, welche durch das Loſchen, beſchädigt war, nicht benuten und 60 Schüler(1a aus Prima, 7 aus Secunda, 10 aus Tertin, 13 aus. Oberqunrta, 2. aus Unterguarta, 10 aus Zuintc und 7 aus Sexta) wurden obdachlos, und verloren größtentheils, was ſie beſaßen. Manche tonnten gar nichts retten, denn verſchiedens hatten den heiteren Sonnabendenachmittag zu einem weiteren Spaziergang benutt und der größte Theil der Tertianer hatte mit ihrem Ordinarins eine Crurſion auf den Dolmar gemacht. Als ſie zurückkamen, fanden viele, obſchon ſie in größter Eile zurüch gekehrt waren, ihre Wohnungen durch das Feuer, welches ſich raſch verbreitet und auch entſerntere Straßen bald ergriffen hatte, bereits ſerſtört, oder in Flammen ſtehen. Troh der Ermüdung ſuchten alle jegt wenigſtens das Eigenthum Anderer, beſonders das befreundeter Familien zu retten und Nanche waren dabe wenger auf die Sicherung ihres Beſezthums, wenn dieſes noch nicht vernichtet war, als namentlich auf die Vergung der Bücher und Sachen ihrer Lehrer bedacht, Ihre Bemühungen waren nicht erfolglos und Vieles iſt durch ſie dem Feuer entriſen worden. Auch dei dem Löſchen und den Verjuchen, den Forſſchritten des Feuers Einhalt zu thun, waren die ällteren Schüler alle unausg thätig; ſie arbeiteten die ganze iacht hindurch bis zu dem hellen Morgen mit au den Spribe einzelne Sprizen, deren Mannſchaft aus Ermudung ſich entfernt hatte, wurde von ihnen allein in Verbindung mit mehreren Realſchulern bedient; einzeine, geübte Turner, leiteten ſogar von dem Giebel eines Hauſes, trußdem daß die Flaumen ſehr nahe waren, mehrere Stunden mit Erfolg den Schlauch einer Sprie und beuchten dort mit dus Feuer zum Stilliande. Anch in der Nacht vom b. zm 7. Septemer, mo an einigen Stellen das Feuer wieder aufllammie und die Gebände der unteren Stabi in großer Gefahr waren, waren die älieren Schüler wieder umermüdlich thätig und ihnen zum Theil wurde die Beſeitigung der Gefahr verdantt. Dieſes Verhalien der Gumnaſtaſten fand auch allgemeine Anerkennung und auch Se. Hoheit der Herzog, welcher, auf die Kunde von dem Brand ſchnell van Liebenſtein herbeigeeilt, überall rathend, anorduend und aufmuunterud zugegen war, hat ſich darüber lobend ausgeſprochen.

Die näͤchſte Woche, vom. rlg. September, mußten die Lectionen ausgeſebt werden, da algemeine Erſchöpfung herrſchte, vieie ohne Wohnung und ohne Biicher waren und auch die, deren

äuſer nicht abgebrannt, aber bedroht geweſen waren, bei der Rettung ihrer Sachen Manches ver⸗ loren hatten. Dieſe Zeit wurde benutt, um die obdachloſen ausmärtigen Schüler Unterzubringen und alle, welche ihre Blcher verloren hatten, mit den nöthigſten Bächern wieder zu verſehen. Das Erſterr