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Das Hennsbergzſche Stipendium, deſſen Betrag jahrlich 50 ſl. i erbielten in dieſem dahre die Primaner Richard Fſcher und Karl lngelroth und die Secundaner Oskar Sell, Ludwig Wehner und Karl Brendel⸗
Das Heunehergerſche Stipendium, deſſen Betrag bis jetzt 50 fl. ſährlich war, wurde in dieſem Jahre dem ürimaner Aaron Lang und den Secundanern Karl Weigaud und Alfred allen. bach verliehen und ihnen dieſes am 21. Juni, dem Geburtstage des Stifters, eröſſet. Uebrigens iſt nach geſteltem Autrags durch Reſript des Herzogl, Stantsminiſeriums vom 29. Jannar d. J. beſtimmt worden, daß bis auf Weiteres ſedes dieſer Stipendien, auf 90 Mark jührlich erhöht werden und dieſelbe Erhöhung auch bei der für das Hennebergersſeſt beſtiumten Summe eintreten ſoll; eben ſo iſt die fur die Vermehrung der Hennebergerſchen Bibliothek ausgeſehte Smume von 23 fl. auf 45 M. jeßt feſtgeſett worden
Im Genuſſe der Heuflingſſchen Stipendien, von welchen jedes außer einem Holzdeputat fähr⸗ 1ch 10 ſi oder 149 Dirri betrumt, waran in dieſen Jahrr die Primuner Friedrich Koßfeld; dermann Scheidler, Robert Wunderlich, Ludwig Vlank, Oskar Schuffner, Verthold Popper, Trungait Aßmus, Georg Vulle und Richard Haſmmann und der Secundaner Confiautin Heim.
Von der zur anßerordentlichen Unterſtüpung beſonders würdiger und in ihren Mitteln be⸗ ſchränkter Schüler beſtiumten Summe von, 220 fl. aus der Henflingiſchen Stiftingstaſſe erhislten am Schluſſe des vorigen Schullahres die Abiturienten Geong Völler, Armin Herda, Cruſt,Schaubach, Aaul Emmrich, Armin Brodflhrer, Ernſt Jahn, Neinhard Hörning jeder 35 ſl, Auguſt Wachtel aber 46 ſl.
Ueber die Vertheilung dieſer Suinme in dieſem Jahre wird in dem nächſten Programm berichtet werden.
Der Capitalſtock der Henſlingiſchen Stiftung betrug an Oſtern 1874 29,730 fl, der der Hennebergerſchen Stiftung 6000 fl.
Die Convietſtele aus der Amthorſchen Stiftung hatte in dieſem Jahre wieder der Primaner Hermann Scheidler.
Außerdem erhielten zu Oſtern 23 Schüler Crlaß des ganzen und 10 Erlaß des halben und zu Michael 23 Erlaß des ganzen und 12, Erlaß des halben Schulgeld
Jrribilette zu der Auffibrung niaſſicher Drumen in Herzogl. Hoſtheater wurden auch in dieſem Jahre durch die Guade Sr. Hoheit des Herzogs zur Vertheilung an die Schüler der beiden oberen Klaſſen des pnrnaſtums der Dirertion zugeſendet und es war daber auch jehl den Gumnaſiaſten oft Gelegenheit gegeben, aus der vorzüglichen Aufführung dieſer Tramen Wieles zu lernen.
Die Feier des hahen Geburtstages Sr. Hoheit des Herzogs am 2, Ayrfl konnte durch einen beſenderen Acius vom Gymmaſenn nicht hegangen werden, da am 28. März bereits die Leetionen gelchloſen worden waren; der Ditertor hatte deswegen vorher in dem Schulaetus am 28. März die chrerbietigſten Wünſche für das fernere Wohl Höchſideſſelben ſowie für Sein ferneres ſegensreiches Wirken ausgeſprochen.
Aut 21. Jum wurde das Hennebergersfeſt durch eine gemeinſchaftliche Ereurſion geſeiert Um 8 Uhr Morgens fuhren die Lehrer und ſämmtliche Schüler mit einem Ertrazug auf der Werru⸗ eiſenbahn bis Vummelborn. Von dart gungen die lüngeren Schüler unter der Leitung einiger Lehrer nach Schloß Altenſtein, beſtchtigten die Liebenſteiner Höhle, brachten den Nachmittag in Liben⸗ ſtein zu und kehrten dann gegen Abend nach Immelborn zurüick. Die alieren Schüler begaben ſich unter der Fuhrung anderer Lehrer über die Hunmmenkuppe, welche eine ſchöne Ausſicht gewährt, nach Salzungen. Für den Nachmittag war der Seeberg als Vereinigungspunkt beſtimmt, wo das Singträngchen der Gymnafiaſten einige Gefänge aufführte. Beſondere Freude gewährte die Erlaubuiß einen kleinen Ball zu halten, zu welchem die jungen Damen von Salzungen nebſt ihren Müttern durch einen Satzunger Gumnafiaſten eingeladen wurden. Gegen 7 Uhr Abends wurde von Salzungen wieder nach Immelborn auſgebrochen, wo unterdeß ſchon die unteren alaſſen wieder eingetroffen waren und wo jett alle zilaſſen mit einander verkehren konnten. Derſelbe Exkrazug führte den geſammten Cötus nach Meiningen zurück, wo er um 3 Uhr Abends ankam. Alle muren ſehr vergulgt über den ſchön verlebten Tag, der auch durch dus heiterſte Wetter begünſtigt war. Es war erfreulich, daß auch


