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Für die deutſchen Auffäbe in Secunda wurden ſolzende Themata gegeben;
¹) E liße ſih les tefſich licten, nnte mmn die Sachen zweint verricten
2) Characterſt der Marin Stuart nach dem erſten Acte nan Schlles Dramn.
ih Der Strum ein Vld des Lebens⸗
3) Ungerecht uncht das Unglic.
3) Woderch wird die Verſohnunz der Belder in der Brut von Meſſina hrrt
3) Jnwjeſern lann man Phliopänen den leßien Griahen nennen⸗
7) Nlaſſenarbei
gefuhrt⸗
Chronik des Gymnaſiums von Oſtern 1874 bis Oſtern 1875.
Das mit dem 20. März d. J. zu Ende gehende Schullahr wurde den 13. April im vorigen Jahre eröffnet.
Aus dem Lehrercollegium ſchied zu Oſtern 1874 am Schluſſe des Schullahrs Pfarrviear Mar Wölſing, un die Stelle eines Predigers au der Domkirche in Bremen zu ubernehmen. Das Gomnaſtum int ihm zu großem Dank verpflichtet, da er im letten Schuljahr, weil die Geſundzheit eines Lehrers noch angegrifſen war, wöchentlich 11 Stunden übemommen hatts und zwar außer dem Unterricht in der Neligion in 3 laſſen auch den Unterricht in Deutſchen mit den dazu gehörigen Correciuren in Tertia und den Unterricht in der Geſchichte in Oberguartn. Durch ſeinen lebendigen Vortrag und durch ſeine gründlichen Kenntwiſſe wußte er die Schüler immer auzuregen uld in ihrem Wiſſen zu fördern, und mir ſahen ihn daher ungern aus ſeinem bisherigen Wirlungstreis ſcheiden.
Eine Aushulje gemahrte uns an ſeiner Stelle ſhüterhin furrſubſtitut Dr. Meß, welcher nach den großeen Somtmerferien die Religionsſtunden in Sertn und Unterguarta übernahm, welche von Oſtern bis zu den großen Sommerferien der Direetor und Proſeſſor Märker gegeben hatten,
Aun. April hatte Sr. Hoheit der regierende Herzog die Gnade, den Director zum Geheimen Hofrath zu ernennen.
Auu 20., Juli menßte der Diteror bei der Morgenandacht dem verſammelten Cötus die Trauerkunde mittheilen, daß vor wenigen Stunden ein geliebter Lehrer, der Zeichenlehrer H. Uielhack, geſtorben ſei. Derſelbe haute bis zu dem Schluſſe des Schullahrs alle ſeine Stunden, wenn auch unter wielen Veſchwerden gehalten, nach dem Wisderunfang der Schuls aher fühlte er ſich nicht mehr im Stande als Lehrer thätig zu ſein, und ſpäterhin nahmen ſeine träte kraß der ſorgfälligſten Pflege der Seinigen in dem Grade ab, daß er auf eine Badereiſe, auf deren Wirtung er und ſemme Ireunde bei ſeiner von Natur ſo kräßtigen Conſtitution große Hoſſnung geſebt hatten, Verzicht leiſſen mußte. Seine ſchmerzliche Krantheit artete dann in Waſſerſucht aus, welcher er am 30. Juli erlag.
Er war geboren in Coburg den 7. November 1810, beſuchte das Gymmaſtum ſeiner Vater⸗ ſaadt und ging dann 1830 auf die Kunſtaiademie zu München. Fünf Jahre brachte er dort zum Vehuf ſeiner Ausbildung als Künſtler zu und verließ dann 1838 Nünchen mit den vortheilhafteſten Zeuguiſſen ſeines Fleißes und ſeiner Leiſtungen. Da ſein Vater unterdeß nach Meiningen gezogen war ſo falgte er dieſem hierher. Von verſchedenen Fumilien wurde er jeßt veranlaßt Brivanunterricht im Zeichnen zu ertheilen, und man war mit ſeinem Unterrichte ſo zufrieden und ſein Nuf bald ſo groß, daß er den 1. Junt 1830 zunächſt prouiſoriſch und ſpäter den. Februar 1844 deſinitiv als Zeichenlehrer an dem Gymnaſium Vernhardinum, welches im Herbſt 16385 neu organiürt worden var, angeſtellt und lurze Heit nachher auch an der neuerrichteten Herzogl⸗Nealſchule, welcher dann bei ihrer Erweiterung ſeine Haupithätigkeit angehörte, zum Zeichen und Schreihlehrer gemählt wurde. Beide Anfialten haben ſich zu dieſer Wahl Glück wünſchen können, denn da er ein vortrefflicer Zeichner


