Aufsatz 
Lucian als Aesthetiker
Entstehung
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iſt, daß der Maler an ein und demſelben Stoffe in mannigfacher Hinſicht den Reichthum ſeiner Kunſtmittel zeigte(c. 5).) Allein eine andere Stelle('romethens c. 3) erklärt ſich auch noch nusdrücklich in dieſem Sinne: es ſei ihm, fagt, Lucian, nicht genug, wenn er etwas Neues erfunden zu haben ſcheine, ſondemn, wenn es nicht auch ſchön erſcheine, ſo winde er ſich darüber ſchmnen und es it einem Fußtritte vernichten. Die kunſtvolle Behaudtung wied alſo in erſte Linie geſtellt, wie auch Lucian(Zeux. 2) ausdrücklich ſagt, daß die Neuheit des Inhalts bei ſeinen Vorträgen nur ein zu der Kunſt hiuzukounnender Schunck habe ſein ſollen. Dabei aber lleibt ihm 3. B. in ſprachlicher Darſtellung der Sinn immer Hauptſache; nicht dies oder jenes Wort anzubringen, darf das Maßgebende für den Iuhali ſein, ſondern nach dem Letzteren muß ſich der Ausdruck richten(l.exiph. 24). Die Klage, welche Lucian imZeigis aus. ſprechen will, iſt die, daß man gerade für Das, warauf er Gewicht legt und worein er ſeine Kunſt ſett, keinen Sinn zeigt(c. 12), eine Klage, welche an die des Rheiors Aelius Ariſtides erinnert, der ſagt, die Menge bemundere immer uur einzelne Schönheiten der Reden.**) Wenn nun auch Lneian die Schule, durch welche er gegaugen iſt, nicht verleugnet, indem er in geuauer Uebemeinſtimmung mit den Urtheilsfähigſten ſeiuer Zeit der Farm eine üherwiegende Bedeutung beilegt, ſo müſſen wir ihm doch darin beiſtimmen: Nenheit des Gedankens ohne künſtteriſche Ausführung wird ein Werk ſtets ungeuügend erſcheinen laſſeu, während ſich einem ſchon dar⸗ geſtellten Gegenſtaude durch kunſtvalle Behandlung wohl neue Schönheiten abgewinnen laſſen, ſo daß das Gefühl vollkommener üſthetiſcher Beftiedigung einkreten kann.ers)

Weder das Material, welches der Künſtler verarbeitet, noch die Ider iſt es alſo, was nach Lnian das Weſeulliche im Kunſtwert ausmacht, ſondern die Form iſt es beſonders, welche den Ausſchlag gibt. Das Entſcheidende iſt die Czoißtee ris riguhs(ſ. o.), ro Kabeſis ris regrus(De Oec. 21, vgl. De Merc. C. 42), die eurezric(llermot. 20), die Sorgfalt der tünſtleriſchen Ausführung(ogl. Quom. Ilist. 6. Grrzric; Ady. Iud. 12 rexvos).

Soll dieſe vollendet ſein, ſo muß ſie in erſter Linie nach Luciaws oſt betonter Auſicht ebermnäßig ſein. Harmonie(omoria iſt eine Cigenſchaft, welche er gleichmäßig für die Malerei(Leux. 5), fuͤr die Muſtk.(Dial. Door. 7, 4; De Salt. 68: F6rrcon rrocgwnien), für die Orcheſtit(De Salt. 7), wie für ſprachliche Darſtelung('rometh. 5; Cuom. Hist, 6; Zeux. 2) fordert. In denBildern(5) gibt Lucian, indem er die Grundſäte, nach deuen er ſein Bild der Panthea zuſamuenſetzen will, erörtert, offenbar ſeine Anſicht uber die Eut⸗ ſtehung des Kunſtwperkes. Mit Wahrung des Einzelnen und Maunigfalligen, welches die Veſtandtheile des Ganzen bildet(ghrdceran due:d Guhtetfis dweiro aci, ouatlor, ie rodouru Kiev runc lsc. elira] aunheis) iſt eine nicht diharmouierende Einheit herzuſtellenz das von verſchiedeuen Vildern und Bildſtulen Entnommene(rd Eaigeron aah kadorus) muß möglichſt zuſammenſtinmmend an einander gefügt werden(couskeay Gs An eugudterara dnauro).

3) haat 3i z zd,g zaerän, te aetzuxrausn oraine, tndi Iret iis iien oyxageenn re ro8 scharos, gi Sro diévär tartn, dil es eh uel zdgete Gatswrron aurroitne dr aif hah: aheß wal Erenarras 3 drendrwann 3

en) S. Baumgatt: Aelius iſides S. 7

wwn) WJl. lipy. 8: eo äe er rohs vouis vmnd tnutae waiioos othwaru, os wexuas auntas F'wne

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