Aufsatz 
Lucian als Aesthetiker
Entstehung
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ſtimmt vollkommen überein, was Lucian über den für den Tänzer wünſchenswerthen Körper⸗ ban(De Salt. 75) ſagt. Er ſchlieft ſich hier dem Kanen Polgelells an, nach dem der Körper weder zu lang, noch zu klein, ſondern von richligem Maße(zuutroos dduas), ferner ebenſo weuig dick als mager ſein ſoll. Wie ſchou aus dieſer Stelle hervorgeht, hält hinſichtlich des Wuchſes Lucian, ſich dem von jeher in Griecheuland herrſchenden Geſchmacke anſchließend, an der Forderung einer gewiſſen Gre In lort. Dial. 24, 1 rähmt Mauſolus von ſich, er ſei aaos zal lechas geweſen, und au einer Fran wird(ro lmug. 4) Keeinheit der Geſtalt als Mangel beſonders hervorgehoben(vergl. Ilermot. 24; Sexth. s. Ilosp. 11; Alex 3; Ver. HHist. 1I, 25

Wird ſo inerſeits die Schünheit des meuſchlichen Körpers(vüioogf) anf die ben⸗ mäßigkeit*) der Geſtalt, des Baueszr) zurückgeführt, ſo wird andererſeits doch auch als weſenilicher Beſtandtheil derſelben die Schönheit der Geſichtszüge, betrachtet und bezeichntt (aoöaemos Somn. men 17; Imax. 6; Rhet, Pracc. 6; Dhe Mere.(und. 42), Schwarze, ſeurige Augen gelten als beſonders ſchön(Pro mag. 6; Alex. 3). Wöährend an den Zünglingen hinſtchtlich der Körperſarbe die friſche Röthe der Geſundleit gelobt wird (Auach 25; Timon 26), wied Heleng als zevaij geſchildert(Dinl. Deor. 20, 14, wo ihre in das glänzendſte Licht geſtellt werden ſoll,, ein Lob, welches ſich mach ial. Ilur. 1, 3†) und Cuom, Hist. 13 wohl noch genauer beſtimmen läßt.

Die Griechen ſchiiden, wie Schiller, an den Gärtel des Liebreizes aukuüpfend, ſo ſchon ausſührt, von derſiren Schönheit, diebewegliche Schäneitz, die Anmuth. Dieſer Unterſchied iſt Lucian nicht fiemd, wir z. B. Dial. Deor. 5, 3 peigt, wwo Zeus den Gauvmed iicn zei xobeunortgos nennt als Hera, welcher hahe Schönheit doch fonſt Vial. Deor. 20, 11) unſtreitig keigelegt wird. Ebeuſo verſpricht Aphrodite deir Paris, der vorher ſchon ausdrüclich als ſchün bezeichnet worden iſt,(Dial. Deur. 20, 3), ihn turorön re zal iociauon zu muchen (Dial. Deor 20, 15 ††). Auch in den luag.(6) wird als zu allen Rrizen der Panthea noch hinzukommend die Grazie rth

Weun die bisher beſprochenen Bemerkungen Lucian's das Schöne der Natur, des menſchlichen Körpers betraſen, ſo iſt nunmehr ſein Urtheil über das Schöne der Kuuſt näher zu betrachten, und dieſes bewundert er als ein Schriftſteller einer der Natur ſich ſchon mehr und mehr entfremdenden Zeit bei weitem am hänſigſte

Es findet ſich bei, Luciau keine Stelle, wo er die Künſte im engeren Sinne von all Dem, was der Grieche exvee im weiteren Sinne nannte, ausdrüclich ſonderte; er folgt eben in Anwendung des Wartes dem allgemeinen Sprachgebrauche. Trat doch auch die enge Ver⸗ wandiſchaft zwiſchen Handwerk und Kunſt, von welcher die hier in Betracht kommenden ver⸗

e Wnnge T.1I; Tun, 28. Pro lmas. S; Seyth.11; De Owe.7i Catapi Iyraum 14; De Aüenx. Cond.29; Cuem. Tlei. I3 Icarcn) ueſ u.

d.) cinuereos bro lmax.1 T.) wrann owndeon Anuch 12, 18.

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