Aufsatz 
Lucian als Aesthetiker
Entstehung
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Götter Erfreuliche des mit der Eutſtehung des Menſchengeſchlechtes eingetretenen Zuſtandes hervorzuheben, wie er ja auch neben Stüdten,) urbar gemarhten Ländereien beſonders Altüre, Tempel n. ſ. w. nennt. Auch ſei auf die in Ver. Ilist. II, 5 euthaltene Schilderung der Inſel der Seligen hingewieſen. Sichere, gerumige Häfen, klare Flüſſe, herrliche Auen mit ſüßduftendeu Blumen und lieblich ſingenden Bögeln ſind die Reize, welche Lucian jenem Eilande verleiht. Ueberhaupt ſind ſchattige, blumige Aueu mit klaren uellen, die am hänfigſten von Lucian gezrieſenen laudſchaftlichen Schöuheiten(Narig. 20; De Oec. 4; Rhet. Pruec. 3. 7; Bacch. 6; IIermot. 25). Nicht zu verkennen iſt, daß die oben erwähuten, weiter ausgeführten Vergleiche aus der Natur in Do Oec. weniger auf den Drang Luctau's, ſeiner Bewunderung derſelben Ausdruck zu verleihen,er) als auf rhetoriſche Gründe zurücckzu⸗ führen ſind. Aber anch ſo bleiben jene Stelen, da ſich ähnliche bei unſerem Autor nicht finden, befremdlich. K. Fr. Hermann erklärt das Auſſallende mancher Partien der Schrift daraus, daß ſie in die frilheſte Periode der rhekoriſchen Thätigkeit Lucians falle, durch welche Annahme ſich allerdings die Anwendung mancher ihm eigenilich fern liegender redneriſcher Mittel, wie der Naturſchitderung,1s) ertlären lüßt

Dis Schöulit des menſchlichen Körpers preiſt Lucian au den verſchiedenſten Stelt ſo in begeiſterten Worten in deuVildern die Schönheit der Panthen,f) in Auach.(12,

) die Schönheit der Leiber der Otympiakämpſer. Noch in ſeiner Zeit findet er alſo Pe ſonen von herrlicher Köryerbildung,fi) welche ſich denalten Schönhriten, ris dorara acànn) zur Seite ſtellen laſſen, die die Dichler beſungen, die Künſtter dargeſtellt haben. Als ſolche ſind zu neunen Narciß, Nireus, Achill, Phaon, Hyacinth, Endymion, Hylas, Patroelus(Aort. Dial. 18, 1; Dial. Dear. 11, 2; 14, 1: Aim. 23; Pro Imag. 2; Narig. 48), Tyro, Helena, Leda(Mort. Dial. 18, 1).

Wenn wir denBilderueſfff) glauben düfen, ſo war Lucian für uuuuliche Schön⸗ heit empfänglicher, als ſür weibliche. Es muß dabei wohl auf die Stelle imAuacharſis (c. 25) Hingewieſen werden, wo ien Gegenfatz zu der nowangie d,D; 2ui ueh, h Kowerie Kerd dyourhros aie Tprauaun dhera iad Gauße Uuekucbeachene die attiſchen Lünglinge als o rd rifeeréor aeoerepoctefteror geprieſen werden, womit man zuſammenhalten möge, daß die Schönheit der Knaben Atticais in erſter Linie auf ihre gymnaſtiſche Ausbildung (xalcicroc; dromrtonreg Naxig. 2) zurückgeführt und an Helenn vorzüglich Ausbildung in den Körperübungen der Paläſtra gerähmt wird(Dial. Deor 20, 18). Mit dieſen Stellen

1) 3. 203 Seh prher, ſbunet, mit Vewwerte viſmcter uhe, wie utene, Sunut lung. 2 8691h. 4; 9; Navig, 24; Plc.1. 6,9.

¹.) Lucian ſcht und bewunden das Schoue ver Alfm in den alie Cleſſtern, in den Werten der aen an i e doch die Saphiſit iener geriode überbaupt un Weſenelichen ein Zuraehen auf die Manter der kkaſichen 3 Val. Beutngatt⸗ Akins Riifides S. 18.

-e) gtlelunder a. a. O.unſiueete wie aaterſenen gehorten eben zu den Gegenſunden, in deren Dar⸗ gelang die Sülttafter dürr Vielroftht gerwzur, Schau ſeltenn Der Schvei, des ſenede hiel namentich in den Beuuchonen der Stbiter eine Rolle. S. 8. Mülte: Theorſe der annft deſ den ten 9. 2 e 19.

S. auch Pro lung.. Ih) BaL. Dwog. 2: rd Tuveuet aalin, rh a1