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sich dieselbe Freiheit. Nicht so bei Pindar. Hier ist die Anastrophe ein besondres poetisches Mittel, das einestheils sparsamer angewendet, anderntheils fast ganz auf einen Casus, den Genetiv, und auf Vorwörter von nur zwei kurzen Silben beschrünkt wird. Aehnlich machen es die Tragiker,
Hymnen und bei Theognis stehen immer voran; nur Euripides setzt zweimal(Hel. 1133 ch. Iph. Aul. 1286 m.) droxed dem Genetiv nach. Es handelt sich hier besonders um dvrt und dασ. Jenes, welches Homer 5mal voran- und 5mal nachstellt, nirgends zwischenschiebt, finde ich, da Aesch. Ag. 1277 aus mehr als einem Grunde zweifelhaft ist, nur einmal(Il. parv. fr. 3, 4) nachgesetzt; auch die anastrophische(Hesiod. Op. 334; Simon. Ceus fr. 101, 2(Epigr.);— conj. Herm. Soph. Trach. 267) und nicht- anastrophische(Pind. P. II, 17; Aesch. Ag. 1318. 1319; Eurip. Ion 1127;— Hesiod. fr. 47, 2—?—) Einschiebung ist selten. Dasselbe gilt für die An. pura bei duqot, von der nur Hesiod(Theog. 851 dugis c. Acc.— Scut. 221 d c. Acc. oder Dat.), Mimnermus(fr. 1, 7 duot c. Acc.) und Pindar(O. I, 50 duα c. Dat.— P. IV, 253 dοσ⁵ς c. Gen.) einzelne Belege darbieten, keiner der Tragiker, welche auch die Einschiebung sichtlich vermeiden(Soph. hat sie nur Ant. 1207). Also wendet sich auf diesem Gebiete die ganze nachhomerische Technik alsbald von Homer ab. — Ueber xeς(xoorl, worl) bemerke ich, dass die An. pura zwar ebensowenig sonstwo vorkommt wie bei Homer(wegen Soph. O. R. 505 s. o.), wohl aber findet sich einigemal die unhomerische anastrophische Zwischen- stellung: Hesiod. Theog. 275; Theognis 1071; Pind. O. IV, 5(xorl); I. V, 12(2); bei Aesch. und Soph. je ömal, bei Eurip. 9mal(3mal im Rhesus); die nicht-anastrophische ist bei allen Dichtern häufig, sowohl von xods als von xorl, einzeln auch(Alcm. fr. 37) von xoorl.— Unter den pyrrhichischen Vorwörtern sei hier nur von uerd c. Dat., von ôuid, dvd und zœrd das Wesentlichste über den nachhomerischen Stellungsgebrauch kurz angegeben. Merd c. Dat. hat erst nach Homer 2 sichre Belegstellen der An. pura: Hymn. Hom. 5, 441 und Cypr. fr. 3, 1. — 13 c. Acc. in An. pura, vielleicht schon Hom. ₰ 230, sicher Hesiod. Op. 3; Hymn. Hom. 4, 123; Tyrt. fr. 3, 2; Simonid. Ceus fr. 90, 1(Epigr.); in anastr. Einschiebung nur in einzelnen Sonderpartieen der Home- rischen Gedichte(ömal in K(A016vstc]), 1mal in Q(CEuroοοε 1⁰ro⁴)), sonst nicht in der Iliade; in der Od. nur (2mal in ¹, 1) in den Apologen; dann in den Hymnen 3, 578, bei Theognis 672, Aesch. Ch. 1019 an.; auch später bei Timoth.(dithyramb.) fr. 11; ebenfalls in nicht-anastr. Einschaltung nicht sonderlich häufig.— 4 c. Gen. in An. pura scheint eine Eigenthümlichkeit des Aeschylus(meistens, 3— 4mal, in der Form dtα), da ich sonst nirgends ein Beispiel gefunden habe; auch die anastr. Einschiebung(3mal in der II.; nicht in der Od.) nur bei Sappho(fr. 1, 12) und einmal bei Euripides(Tr. 798); häufiger ist die nicht-anastrophische.— Auch nur zweimal bei Homer in An. pura, dort jedoch wohl nicht zu beanstanden(E 824,„ 32) da die Composita dνανααααœσνινιοντ und dνεlαμνo blosse Fiction sein würden; sonst aber nirgends zu finden; auch in anastr. Zwischenstellung nach Homer(bei ihm 11mal) selten(Hym. Hom. 5, 7; Pind. I. II, 27; N. VII, 83; I. IV, 23; — c. Dat. Eurip. El. 466 ch.); in nicht-anastrophischer bei Homer ziemlich sparsam, sonst häufiger; überall aber, wenn eingeschoben, meist in einsilbiger(Ey, du) oder elidirter(deνν) Form.— Endlich œrd c. Gen., in An. pura(wie d c. Gen.) kaum irgendwo anders vorhanden als bei einem Tragiker: Soph. Aj. 302. 969 (conj. Herm. El. 568), da Eurip. Cycl. 448 es nur Conjectur(Nauck) für xdrc ist:— Hom. II 123 ist wohl erst aor' mit aexuvro, dann damit rüs zu verbinden. Die anastr. Zwischenstellung bei diesem ard ist mir nirgends begegnet ausser bei Theognis(176), auch die nicht-anastrophische nur selten(Hom. 5 399, 6 355; Hymn. Hom. 3, 133; Batrach. 66).— Kard c. Acc. in An. pura weiss ich nur aus Homer(auffallender Weise viel häufiger in der Od.(18) als in der II.(7)) und Euripides nachzuweisen, da Pind. I. V, 8 zweideutig(viel- leicht Compositum) ist; Einschiebung beiderlei Art ist nicht selten.— Zum Schluss noch die Notiz, dass die später so gewöhnliche An. pura bei zsol c. Gen. sich nicht in der Iliade, sondern zuerst in der Odyssee findet, und zwar nicht bei dem alten zeet des Vorzugs sondern dem modernen= de: x 234 bei Houleuνοαινμνεν, 0 571 bei loεςν⁴σ 515(besonders modern) bei joνν ε᷑οναιν.
Der ganzen Erörterung muss erklärend hinzugefügt werden, dass hier auf die schwankenden Mei- nungen der Alten über die Zurückziehung des Accents keine unmittelbare Rücksicht genommen(ich verweise den Leser auf Lehrs Qu. Ep.), sondern die gesammte Nicht-Voranstellung der Präpositionen nur nach ihren auch in andern Sprachen erscheinenden drei Hauptgattungen gesondert ist. Um also durch Vergleichung des Gebrauchs der Lateinischen Poesie und späteren Prosa die Sache deutlicher zu machen: ich verstehe A unter Anastrophe pura sowohl einfache Fälle wie paucos inter und beschwertere wie castra Punica et Romana inter
als auch die Nachstellung in copulativen Complexen wie tectum inter et laquearia;— Be unter anastrophischer 3*


