Aufsatz 
Entwickelung einiger Gesetze für den Gebrauch der griechischen Präpositionen : Mety, syn und hama bei den Epikern / T. Mommsen
Entstehung
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Nicht in den Kreis dieser Litteratur gehört 4. Makk.; es hat die gewöhnlichen Rections- verhältnisse der griechischen Prosa der Zeit, wie Josephus selbst.

15. Noch einfacher und doch damit übereinstimmend ist das Gesetz für das Neue Testament. Wir können in ihm einen dreifachen Stil unterscheiden, den historischen der Evangelien und Acta, den epistolarischen und den prophetisch-rhetorischen der Apokalypse. Je nach der Gattung des Stils herrscht einer der Casus obliqui bei den Präpositionen vor. Der historischen fällt naturgemüss das Uebergewicht des Accusativs, der rhetorischen das des Genetivs zu; eigentlich neu ist nur die seltsame epistolarische Mittelgattung, in der der Dativ aufs entschiedenste, durch das Uebermaass und den Abusus von év, in den Vordergrund tritt, und zwar keineswegs allein in den echten Paulinischen Briefen sondern fast noch mehr in den unechten und den katholischen, so weit diese als nicht allzukurz ein Urtheil erlauben. Dieser im Allgemeinen feststehende Unterschied ist dennoch in den Einzelheiten bedingt und beschränkt, indem z. B. das Johannes-Eyvangelium eine so starke Mischung mit dem rhetorischen Stil hat, dass in ihm Genetiv und Accusativ gleichstehen, wohin sich auch Ev. Matth. neigt; wührend Marcus und Lucas und namentlich die Acta das entschiedene historische Gepräge des Ac- cusativ-Uebergewichts tragen, und zwar noch mit erheblichen Unterschieden untereinander, so dass nur Marcus, das jüngste(?) der Evangelien, den Verhältnissen der damaligen Profan- Prosa sich nähert in Bezug auf das Weithintanstehen des Dativs hinter beiden andern Casus. Denn bei Lucas überragt der Dativ den Genetiv und selbst in den Actis steht er diesem nicht sehr fern. Umgekehrt giebt es auch unter den Briefen Annäherungen an die andern Stilgattungen, so im Galaterbrief, wo ühnlich wie in der Apokalypse zuerst Genetiv, dann Accusativ, zuletzt Dativ erscheint. Im Römerbrief und 1 Petr. über- wiegt der Accusativ um etwas beide andere Casus, die unter sich gleichstehen(so auch Ep. Barnab.), so dass alle drei wie 3: 3: 4 stehen(ungefähr wie Euripides); in andrer Prosa selten, etwa nur bei Dexippos. Besonders aber ist ein verschiedenes Verhältniss in dem ganz anders stilisirten Hebräerbrief sichtbar, dessen starkes Abfallen der Dativ-Prü- positionen sich in keiner andern Epistel(auch in Gal. nicht) findet, wohl aber mit einigen ältsten apokryphischen Schriften dieser Art(Clem. Rom., Hermae Past. B) völlig überein- stimmt. Denn diese in besserem Griechisch geschriebenen jüngeren Werke zeigen sich auch in diesem Punkte dem profanen Usus der Zeit conformer als die ältern hebrai- sirenden mit ihrem unaufhörlich wiederholten év. Enqdlich sei für die beiden gedrückten Casus bemerkt, dass in den Paulinischen und Pseudopaulinischen Briefen(ausser in Gal. 2. Thess.) der Genetiv gegen den Accusativ, in den katholischen(besonders in 1 Joh. und Jac.) der Accusativ gegen den Genetiv in Schatten tritt.

16. Die Apokryphen N. T. haben, wie gesagt, im Ganzen mehr die Stilver-

hältnisse der profanen Prosa; so der erste Brief des Clem. Rom. und Herm. Past. B