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klepiodot und Parthenios, besonders durch den vermehrten localen Gebrauch von 2ατ⁴ und dessen Verwendung zu stehenden Formeln; dann auch durch xς und eis. Die nun folgenden Schriftsteller streben wieder nach grösserer Feinheit und drängen den vul- gären Casus mehr zurück, bis Appian, M. Aurel und namentlich Arrian ihm wieder freiere Bahn geben, endlich Longus, Heliodor, Zosimos, Prokop(v. Cäs.) und Agathias den Accusativ-Missbrauch bis zum Polybianischen Uebermaass steigern. Auch von Byzantinern im engeren Sinn sind hier manche zu nennen: Theophylakt, Pseudo- Kallisthenes, Leo Diak., beide Eustathe, Georg Pachymeres. Doch ist unter allen diesen keiner, auch nicht die am weitsten gehenden: Heliodor und der Erotiker Eustath, der die Accusativ-Massen bei Polybios überböte.
14. Die hebraisirende Gräcität hat ähnliche aber doch besondere Gesetze. Ueber die LXX kann ich noch nicht vollständig urtheilen, da ich nach dieser Richtung hin nur einige ihrer historischen Bücher untersucht habe; in diesen(Genes.— Esth.) herrschen die Accusativ-Vorwörter, wie es für die Alexandrinische Zeit Regel ist, stark vor. Für die Apokryphen gilt folgendes. In dem lyrisch-poetischen Werke des Siraciden walten ähnliche Rectionsverhältnisse wie bei Pindar, mit starkem Dativ-Uebergewicht. Einige kleinere Partien von mehr rhetorischer Fürbung wie Baruch B(d. i. das wahr- scheinlich ursprünglich Griechische letzte Stück 3, 5 ff.), Epist. Jerem. und Theile von Esther lassen den Genetiv vorwalten(aus rein zufälliger Ursache auch 3 Esra); das philo- sophische Buch der Weisheit hat fast alle Rectionen in gleicher Ausdehnung, auch also den Dativ, wegen des häufigen 6y. Sonst ist alles historisch und hat Accusativ-Prä- ponderanz, z. Th. in grossem Uebermaass wie das dem Polybios gleichzeitige 2. Buch der Makkabäer, doch auch das armselige dritte. Bei den sicher aus Uebersetzung hervorgegangenen, also stark hebraisirenden, wie 1 Makk.— Baruch A— Judith, ist dies natürlich, wegen des vielen missbräuchlichen v, zugleich mit starkem Vordringen des Dativs verbunden.—
Pyth. V— XII, wie die wenigen(und allerdings minder erheblichen) zu den Nem. u. Isthm. schon (in 8.) 1865 bei Gelegenheit des Hanauer Jubiläums herausgegeben wurden;— darunter auch das, dass der von Triklin unter seinem Namen herausgegebene Commentar sehr viele fremde Be- standtheile(namentlich die 1πτοοεα*) enthält, die sich nirgends in den Moschopulischen, wohl aber in einer Mittelclasse von 15 Handschriften(Schol. Germ. p. XIII sq.— Praef. ed. mai. p. XX sdd.)— welche ich(aus lüngst mitgetheilten Gründen) einstweilen Thomanische genannt habe— allein(d. i. unvermischt mit eigentlich Triklinianischem) finden, und die wiederum grössten- theils nur Auszüge oder Wiederholungen aus den alten Scholien sind. Wer dies alles nicht weiss oder nicht beachtet, muss nothwendig sowohl was längst abgethan ist als neu vortragen als auch in die handgreiflichsten Irrthümer verfallen, es sei denn dass man in Königsberg auch das aus Intuition besser weiss, was längst anderswo aus sorgfältiger Benutzung der Quellen ermittelt ist. Bei dieser Lage der Dinge und aus mancherlei andern Ursachen bitte ich zu entschuldigen, wenn ich die mir im Lehrs'schen Werke angethane Ehre der Besprechung einstweilen unerwiedert und das Buch wie das über Horaz vorerst ungekauft lassen muss. Vielleicht wird es inzwischen durch eine neue Bearbeitung oder wie edler Wein mit den Jahren besser.


