Aufsatz 
Entwickelung einiger Gesetze für den Gebrauch der griechischen Präpositionen : Mety, syn und hama bei den Epikern / T. Mommsen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

18

zowvf in dieselbe und durch deren ungebührliche Bevorzugung der Accusativ-Präpositionen wird er noch weiter zurückgeschoben, so bei Polybios, Apollodor, Philodemos(ja schon bei Epikur selbst), Asklepiodot; bis dann am Ende der ganzen Entwickelung eine poetische Prosa ihn wieder zurückführt. Vorläufer dieser Neuerung sind Arrian, Pausanias, Aelian, Cassius Dio, der Historiker Herodian, der ältere Philostratos u. a. m.; ihr erster deutlicher Vertreter-Dexippos und namentlich der jüngere Philostratos. Sie erreicht ihren Gipfel in den Werken des 5. und 6. Jahrhunderts bei Zosimos, Priscus, Procop. Caes. und Agathias, und bricht dann plötzlich ab mit dem schon nachlassenden Menander Protector. In allen diesen meist historischen Schriften nimmt der Accusativ zwar den ersten, der Dativ aber den zweiten, der Genetiv erst den dritten Rang ein. Ganz am Ende der Byzantinischen Zeit tritt eine monströse Er- scheinung auf in Joh. Ducas, dem einzigen Profanscribenten dieser Art, im 2000jährigen Verlauf der Griechischen Prosa der mir bis jetzt begegnet ist, mit einem völlig epischen Verhültniss der Präpositionalcasus(2: 3: 2, wie bei Apollonios Rhod.). Der Grund dafür bei ihm liegt besonders in dem Zurückweichen von eis gegen er(welches wie bei Io. Malalas über ¼ aller Präpositionalfälle umfasst, darunter ein Drittel abusiv für eie)

und in der Pindarischen Fülle von σ.

12. Die beiden anderen Casus herrschen in der Prosa vor, und zwar mit dem Unter- schiede, dass alles mehr Erzühlende die Accusativ-Prüäüpositionen, alles mehr Be- trachtende, Räsonnirende, Dialektische, Rednerische die Genetiv-Präpositionen be- günstigt, und zwar letzteres besonders durch en, nepi, dnreg, dio und die Passiv- Constructionen mit Urr(später auch mit ⸗oPg und ααω⁴. Unter den Attischen Reduern haben Antiphon, Lysias, Isäos, Hyperides, Dinarch ein grösseres, Andokides, Lykurg, Demosthenes und Aeschines(wie auch Xenophon in den Memorabilien und Theophrast) ein geringeres Uebergewicht des Genetivs; bei Isokrates(wie bei Platon) wiegen beide Casus ungeführ gleich. Nach dem Auftreten der ows wird das Vorwiegen des Genetivs überhaupt seltener, da die Accusativpräpositionen Ueberband nehmen. Bei Dion. Hal.(in seiner Einleitung lib. I), bei Dio Chrysostomos, in der tab. Cebetis steht der Acc. sebr nahe. Noch später finden sich einige Schriftsteller, in denen die Genetivpräpositionen, meist wegen ermüdender Wiederholung einzelner Wendungen und Formeln, den Vorrang haben, so Plotin, Theophilos Antecessor, die Novellen, Io. Laur. Lydus, Io. Malalas, G. der Synkellos, Constantin Porph.(de aula Byz., nicht in der vita Bas.), Manuel Moschopulos.*)

*) Dieser bescheidene Gelehrte ist nach Form und Inhalt von dem dünkelhaften De- metrios Triklinios leicht zu unterscheiden. Seine Paraphrase der Pindarischen Olympioniken stimmt eben so genau mit andern seiner Schriften z. B. xlρ πααν εεεες überein wie die Triklinianischen Pindarscholien mit den Sophoklesscholien desselben Verfassers. Er liefert eine