Aufsatz 
Entwickelung einiger Gesetze für den Gebrauch der griechischen Präpositionen : Mety, syn und hama bei den Epikern / T. Mommsen
Entstehung
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unterliegt: bei Aeschylos steht der Accusativ, bei Aristophanes der Dativ zurück; bei Sophokles überwiegt der Genetiv, bei Euripides der Accusativ. Oder in Zahlen, aufs Ungefähre ausgedrückt:

Gen. Dat. Acc.

Aeschylos..... 5 5 4 Sophokles..... 3 2 2 Buripides..... 4 4 5 Aristophanes.... 3 2 3

9. Die Komödie nämlich hat nicht von vorn herein, wohl aber später, dasselbe Uebergewicht der Accusativ-Präpositionen wie der Euripideische Stil; eis,*⁶σε, τι⁴α, auch éxt und dt gewinnen immer mehr an Umfang. So bieten die Fragmente des Phere- krates noch ein Aeschyleisches, die der Komiker zwischen Eupolis und Platon ein Sopho- kleisches Rectionsverhältniss dar. Aristophanes, der eine Mittelstellung am Ende der alten Komödie einnimmt, weist in älteren Stücken wie Ach. Vesp. Lys. ein dem Sophokleischen Philoktet oder der Euripideischen Medea ühnliches gelindes Ueberwiegen des Genetivs(die Equ. sogar ein grösseres rein Sophokleisches), in jüngeren wie Ran. Eccl. Nub.(den zweiten, meine ich) ein dem späteren Euripideischen Gebrauch ühn- liches Vorherrschen des Accusativs auf; in allen seinen Stücken aber tritt der Dativ merklich zurück. Der Accusativ regiert von da an entschieden bei Antiphanes, Alexis, Menander; am stärksten bei Philemon und Diphilos, so dass z. B. bei diesen Dichtern eig die erste und zamπσ die dritte Frequenzstelle haben, während bei Pherekrates eig nur die dritte, ⸗ar erst die 16. Stelle hat. Dass bei einigen Dichtern der Media der Dativ daneben sich wieder vordrängt, wurde schon oben bemerkt. Auch Babrios lisst den Accusativ sehr stark vorwalten.

10. Das durch Euripides geschaffene Uebergewicht der Wendungen mit dem pro- saischeren Casus bleibt nun Regel in der nachahmenden Tragödie, z. B. im Rhesos, im Christus Patiens, und wird von den elenden Dichtern des Mittelalters ins Maasslose gesteigert: die Verhältnisszahlen für Manuel Philes sind Gen.: Dat.: Acc.= 2;1:5; eis erreicht da eine Frequenzhöhe, wie ev im schlechtesten Juden-Griechisch, und nimmt über sümmtlicher Präpositionalfälle ein; ühnlich mos und eig bei Theodor Prodromos. Doch dringt bei einzelnen neben dem Accusativ ein anderer Casus vor, wie bei Lykophron, dem Nachahmer des Aeschyleischen Stils, der Dativ; bei dem rhetorisirenden Ezechiel der Genetiv.

11. In der Prosa tritt der Dativ als der sinnlich-poetischste Casus von Anfang an in den Hintergrund, am wenigsten bei Xenophon(hauptsächlich durch αυι, im Jonismus und in den älteren Theilen des Thukydides. In dieser zurückgezogenen

Stellung bleibt er auch durch die ganze Litteratur hindurch, ja durch das Eintreten der 3