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Ende der Byzantinischen Litteratur lebendig erhielt. Die Verwechslungen zwischen ér und eic, die Accusative bei πρ, dτ, uerd und ue,(= mit) seitens der volksthümlicheren Schriftsteller zeigen deutlich, wohin die Natur die Sprache trieb; die umgekehrten Fehler wie du c. Gen. bei Photios, ³α c. Gen. bei Ducas, sind seltner.
5. Der Dativ präponderirt in der lyrischen und epischen Poesie, am stärksten bei Pindar, auch bei Theognis; demnächst in der Iliade, bei Hesiod, bei Apollonios Rho- dios, Nikandros und sehr entschieden bei Oppian. Die meisten übrigen Epiker, von der Odyssee an, geben dem Accusativ schon mehr Raum. Empedokles und Arat und was zum scherzhaften Stil hinneigt— die drei ersten Homerischen Hymnen und mehr noch die Batrachomyomachie und Theokrit— lassen dem prosaischeren Casus bereits die Herrschaft, die dann am Ende der Perieget Dionysios und der letzte Neuerer Nonnos ihm völlig ein- räumen. Auch in den späten Anacreonticis tritt der Dativ sehr zurück.
6. In der Tragödie zeigt sich zu Anfang noch das alterthümliche Ueberwiegen der Dativ-Präpositionen, wenigstens ist dieser Casus in drei Stücken(Sept.— Cho.— Eum.) und in den Fragmenten des Aeschylos entschieden im Vorrang, dagegen in zwei andern (Suppl.— Ag.) der Genetiv, der Accusativ nur in dem wahrscheinlich später über- arbeiteten Prometheus; in den Persern halten die drei Casus obliqui sich ungefähr die Wage. Dagegen tritt in allen Sophokleischen Dramen der Dativ deutlich in den Hintergrund und der Genetiv(besonders durch die Zunahme von eæ und mν6 ½) spielt die erste Rolle, nur dass im Philoktet(einem der jüngsten wenn nicht überarbeiteten so doch in Euripides Ton eingehenden Stücke) der Accusativ ihm nahe kommt. Dieses im Philoktet vorliegende Verhältniss ist dann auch das einiger älteren Dramen des Euri- pides(Medea, Heraclidä, annähernd auch Hecuba, Andromache), während in allen übrigen zwölf Trauerspielen desselben der Accusativ vorherrscht, und zwar, wie bei Nonnos, haupt- süchlich durch die Häufigkeit der Wendungen mit eig.
7. Beachtenswerth ist, dass nur das vermuthlich ältste erhaltene Stück des Euripides, die Alkestis, ein andres Verhältniss der casus obliqui bei den Präpositionen zeigt, und zwar das des Epos(spec. das der Odyssee), und wenn der Kyklops fast ganz dasselbe darbietet wie auch die mit vielen Satyrspiel-Bruchstücken gemischten Fragmente des Sophokles, des Euripides und der übrigen Tragiker, so führt dies auf den Schluss, dass das epische Hervortreten der Dativ-Präpositionen zu dem bekanntlich sehr subtilen Kunst- gebrauch des Satyrspiels gehörte. Dafür spricht auch, dass die Komödie, die sonst nirgends eine Spur davon zeigt, nur in den Fragmenten einiger Dichter der mittleren dem Satyrspiel verwandten Gattung(Eubulos, Anaxandridas) ein ähnliches Verhältniss offenbart.
8. Das Gesammtergebniss für die vier grossen Dramatiker lässt sich so zusammen- fassen: bei jedem stehen zwei casus obliqui fast gleich, während der dritte überwiegt oder


