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z. B. der Novellen Justinians. Doch kann ich mich nicht rühmen, die Patristik vollständig zu kennen; ich habe nur die 6 ältesten KV. ganz und mehrere der nach Eusebios lebenden noch gar nicht gelesen. Dagegen sind die Briefe der beiden Apostolischen Väter(Ignat.— Polycarp), so weit sie nicht interpolirt sind, stark polyprothetisch, ganz dem N. T. ähnlich.— Der Grund für das präpositionale Uebermaass im Semitischen Stil ist sowohl dessen Armuth an eigentlichen Adverbien als auch die darin vorwaltende Breite der vor-
wortlichen Objectivconstructionen.
§ 4. Verhältniss der Casus-Rectionen bei Präpositionen.
Ebenso wollen wir versuchen über das Verhältniss der Casus-Rectionen bei Prä- positionen einige der Hauptergebnisse zusammenzustellen, indem wir nur die Thatsachen in der Kürze angeben und deren Begründung andeuten, nicht alle Zahlverhältnisse und alle einzelnen Schriftsteller aufführen.
1. Obgleich das Vorherrschen des einen oder andern Casus obliquus oder die Gleich- mässigkeit aller im Wesentlichen von der Schriftgattung und dem Inhalt eines Werkes abhängig ist, so hat doch auch die Zeit darauf einen bedeutenden Einfluss.
2. Das Hauptgesetz ist: Das Vorwalten des Dativs bei Präpositionen gehört der ülteren und der poetischen, das des Accusativs der jüngeren Sprache und der Prosa an, das des Genetivs den rhetorisch-philosophischen Elementen in Poesie und Prosa.
3. Das Zurücktreten des Genetivs, wie wir es in der älteren epischen und in der lyrischen Poesie vorfinden, hätte in weiterer natursprachlicher Entwicklung zu dem präpo- sitionalen Zwei-Casus-System des Lateinischen und der jüngeren germanischen Sprachzweige führen müssen; der Genetiv wäre dann, wie in diesen, als Präpositional-Casus unter- gegangen und auf die Verbindung mit uneigentlichen Vorwörtern(Adverbien) beschränkt worden. Aber die litterarische Tradition und insbesondere in der Dichtersprache das Attische Drama, in der neuentstehenden Prosa die rhetorisch-philosophische Bildung hielten den Genetiv aufrecht: ein deutlicher Fingerzeig für den Zusammenhang beider durch die Wirk- samkeit der Sophisten in Athen.
4. Die Uebergriffe des Accusativs, die sich von Euripides an zeigen, hätten im natürlichen Verlaufe das Griechische zum Ein-Casus-System der Romanischen und Nord- germanischen Sprachen bringen müssen und haben in der That nach langem zähem Wider- stande in der Nengriechischen Vulgärsprache zuletzt so weit geführt. Diese Angriffe rich- teten sich zunächst auf Verdrüngung aller Dativ-Präpositionen ausser v, welches sich, in den späteren Jahrhunderten auch durch Einfluss des hebraisirenden Stiles geschützt, bis ans


