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und zu Lande in Kleinasien zu sprechen; vgl. Porphyrio zu Horat. Epist. I, 4, 3 qui in Partibus Cassi et Bruti tribunus militum militavit, und nach ihm ebenso„Acro.“ Jedenfalls nennt Appian später im J. 42, nach dem Abzug des Hauptheeres über Aby- dos, ihn als solchen V, 2 K4Gασιο ο IHaguνσιο xiezln üreleAeiτo ürd Kaoßαlov 2ον Boourov eol hr Adlav eart v el rεαα τον, oiααa νεeν εν und erzühlt dann, wie 6 IHIaguioοs nach dem Tode des Cassius und des Brutus mitsammt dem Sohne Cicero's u. A. zu Statius Murcus und Domitius Ahenobarbus gestossen sei; dann hätten Murcus und die Seinigen sich zu Sextus Pompejus nach Sicilien begeben. Dass unter diesen auch„der Parmesaner“ war, erfahren wir ebend. 139, wo Appian berichtet, er und die hervorragendsten anderen Freunde hätten sich von Sextus Pompejus, der besiegt war und den hoffnungslosen Kampf nicht aufgeben wollte(35 a. Chr.), losgesagt und wären zu M. Antonius übergegangen. Vier Jahre später finden wir ihn unter Antonius Fahnen in der Schlacht bei Actium 2. Sept. 31; er flieht dann nach Athen und wird hier auf Befehl des ebenfalls dorthin gehenden(Plut. Ant. 69; Cass. Dio 51, 4) Octavian von dessen Feldherrn Q. Attius Varus hingerichtet. Diese späteren Schicksale entnehmen wir aus Velleius II, 87, welcher nach dem Bericht über den Tod des Antonius und der Cleopatra(Juli d. J. 30) hinzufügt: ultimus autem ex interfectoribnuis Caesaris Par- mensis Cassius morte poenas dedlit, ut dederat primus Trebonius; aus der Gespenster- geschichte bei Valerius Maximus I, 7, Rom. 7: apud Actium M. Antonii fractis Opibus, Cassius Parmensis, qui partes eius secutus fuerat, Athenas confugit...(folgt die Anek- dote von der Geistererscheinung).... inter hane noctem et supplicium capitis, quo eum Caesar affecit, paulatim admodum temporis intercessit, und aus Porphyrio(Acro) zu Horat. Epist. I, 4, 3: O. Varus ab Augusto missus ut eum interficeret.... Hiermit combinirt man Sueton. Aug. 4 extr., wo ein Citat aus einer Epistel des Cassius Par- mensis beigebracht wird, welches einen die Schmähung des Antonius noch überbietenden giftigen Ausfall auf den niedern Stand des M. Atius Balbus, des Grossvaters des Au- gustus, enthält. Jedenfalls lebte und starb auch dieser Cassius als enragirter Republi- kaner und erbitterter Feind des Cäsarianismus.
Ueber seine literarische Thätigkeit ist das Hauptzeugniss das des Horaz in der 7— 10 Jahre nach Cassius Tode geschriebenen Epistel an den Tibull(I, 4, 3)
scribere quod Cassi Parmensis opuscula vincat
woraus zu erhellen scheint, dass er ein berühmter, nach Horaz' Urtheil guter Elegiker war. Die Scholien zu dieser Stelle nennen ihn einen elegischen, epigrammatischen und
namentlich auch einen fruchtbaren Trauerspieldichter; eine seiner Tragödien sei nach 4


