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auf den Streit der Gegenwart als auf den des Heroenalters zu beziehen. Der Ausdruck hat dadurch nur eine etwas grössere Lebhaftigkeit, eigentlich:„Nachdem es auf den Punct gekommen ist, dass Alles zwischen ihnen uneinig ist, ist tödtlicher Hass ge- wesen...“ Regelmässiger wäre das Festhalten des lebhafteren Präsens, also est statt fuit, im Nachsatz gewesen.
Sehr wenig überzeugt mich Lehrs, der hier, wie ich sehe, eine Lücke annimmt, die, schlecht durch Ad RNegem redeo ergänzt, etwa durch moliri exitium auszufüllen sei. Aber insofern liegt etwas Richtiges in diesem kühnen Besserungsversuch, als weder das „Ungethüm einer neunzeiligen Parenthese“ besonders ansprechend ist, noch das Ad Regem redeo, wenn darauf eine solche Periode folgt, einen rechten Sinn gibt. Folgt dagegen eine Digression, so bricht Horaz mit dem Ad Regem redeo in dem Sinne von mox redibo vorerst von seinen eigentlichen Helden ab, und es wird kaum bemerkt, dass er v. 18 bei Wiederaufnahme des Themas nicht so sehr zum Rewx allein als vielmehr zu Beiden zurückkehrt. Der lose Conversationston des Anekdotenerzählers mag es entschuldigen, dass er die anfängliche Absicht, nun auch den Rex zu schildern(denn im Eingang hat er doch eigentlich fast nur von Persius gesprochen), gar nicht ausführt.
Sat. I, 8, 25. Man könnte Bedenken tragen, sowohl der Heinrich'schen Er- klärung von maior„die grössere Meisterin“ als der landläufigen des Schol. Cruq.„die ältere“ beizutreten. Ein sinnlicher Begriff passt für die Anschaulichkeit besser als ein temporaler oder geistiger. Ich stehe nicht dafür, dass nicht— sehr einfach— die grössere Leibeslänge der zweiten Zauberschwester gemeint sei, noch dafür, ob die magni pueri der 6. Satire nicht„grosse Schlingel“ gewesen seien. Je grösser diese Dame ist, desto komischer wirkt hernach die Stelle, wo sie ihr altum caliendrum(ihren hohen Chignon) verliert: v. 48.
Sat. I, 8, 30. Für Döderlein's veränderte Interpunction stimme ich nicht. An sich ist es wahrscheinlicher, dass das„Wachsbild“ kleiner ist als die„Zeugpuppe“ oder der„Lumpenkerl“, denn dass es umgekehrt sei. Auch ist der dadurch gestörte Chiasmus des Satzes Lanea et effigies erat, altera cerea eben so anmuthig, als die dadurch ans Licht geförderte Anaphora Lanea-— Lanea hässlich und bombastisch.
Sat. I, 9, 2. Die Bemerkung, dass Epist. 2, 2, 71 ff. dagegen spreche, dass hier unter nugas meditari die poetische Meditation zu verstehen sei, ist sonderbar. Gerade dass Horaz klagt, wie sehr der Römische Gassenlärm ihn darin störe, bezeugt abermals dass er in diesen Gassen öfter meditirt habe, natürlich als Poet.
Sat. I, 9, 26. Nach dem mit Hermogenes ausgespielten Trumpf macht der Prahler


