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cius erit*³)? Quid enim? quae tänta esse potest in ulla re vis et auctoritas, quanta in ea arte, quae id, quod natura in profundo abstrusisse videtur, aperit et in lucem profert, quae rationis imaginem beneſicio expressam orationis ante oenlos ponit et illustrat 46) 2 Quam ob rem quoniam dicendi leges in hae tanta cum rebus sensibus-
*⁵) Leg. quae Drixmxannrius(Der Gymnasialunterricht cet. p. 63.) de grammatica et mathematica
seripsit:„Mathematik und Grammatik sind dicjenigen Unterriechtsmittel, welche eine allgemeine und rein formelle Ausbildung des Geistes zum Zwecke haben. Mathematik und Grammatik bilden die Logik des Gymnasiums. Eigentliche Logik kaun auf guten Gymnasien und wo ein kundiger Lehrer vorhanden ist wohl auch in der ersten Classe vorgetragen werden und in diesem Falle also selbst unter die Unterrichts- mittel eintreten, wie sie einen Hauptzweck des Unterrichts bildet. Aber die wahre und angemessene Logik des ganzen Gymnasiums von der untersten bis zu der obersten Classe ist in der Mathematik und in der Grammatik enthalten. Die Mathematik enthält die systematische Form der Logik, dic Grammatik ihren Iahalt. In der-Mathematik wird der Schüler an beweisendes, gründlich und mit Nothwendigkeit fort- schreifendes Denken gewöhnt und ein Bild und Beispiel eines wissenschaftlichen Orgunismus gegeben. In der Grammatik werden die allgemeinen Gedankenbezichungen, die den inuersten Inhalt jeder Wissen- „ckaft ausmachen, im Schüler entwickelt und so vielfach geübt und angewandt und so oft wiederholt und von immer neuen Besichtspunkten vorgehalten, bis sie ein wahres und lebendiges Eigenthum seines Geistes bilden. In beiden aber, in der Mathematik oder vielmehr in der aus der Mathematik gewonnenen Gewöhnung an systematisches Efkenhen und iu der Grammatik oder vielmehr in dem aus der Grammatik kewonnenen reichen Inhalte der Kategorien erhält der Gymnasiast Waffen, mit denen er in alle Fächer des Wissens eindringen kaun, so dass kein Object so hart und spröde ist, was er nicht durch diese Mittel erweichen könnte, dass nichts seiner Erkenntniss einen solchen Widerstand leistet, Was er nicht durch diese Walfen besiegen könnte. Aber das grummatische und mathematische Studium vollendet sich allerdings erst in dem eigentlich loßischen. In der Logik sind Grammatik und Mathematile Eins. In der Logik treten die Kategorien für sich in ibrer Reinheit bervor, nicht mehr geknüpft an das Material der Sprachformen und sie werden zweitens entwickelt mit systematischer Nothwendigkeit. Es ist durchuus erlorderlich, dass jeder, der die Gymnasialbildung d. h. die wissenschattliche Bildung überhaupt vollenden will, auf der Universität Logik studirt; freilich nieht die gewöhnliche Verstandesloßik, die eiue Aufzäh- lung von allerhand empirisch aufgefühdenen Bestimmungen ist und weder den reichen Inhalt der aus der Grammatik gewonnenen Kategorien noch die mathematische Form der Nothwendigkeit enthält; sondern die wahre lebendige Logik, welche keiner Zeit fremd war, aber erst in der letzen Zeit am vollendetsten von Hèßel dargestellt worden ist. Anderseits aber ist es gar nicht möglich, dass Jemand die absolute Logik, die Lehre vom Logos, versteht, welcher nicht durch grammatische und mathematische Studien die geeignete Vorbildung erhalten hat.“. . 46) DAuLHAN, Politik, I. 260.„Die Sprache ist das Organ des Denkens, es denkt sich nicht ohne sie, gesehweige denn, dass sich die Theilung der Arbeit versuchen lasse, vermöge welcher man Gedanken gibt und wieder empfängt. Eine Sprache aus dem Grunde lernen heist denken lernen; die Natur- Beschichte mehrerer Sprachen vergleichen können, lehrt von dem Innern der Völker verstehen, was in Reiner politischen Geschichte steht. Die Aufgaben des Scharfsinns in dem Kunstgewebe einer Sprache, die aus gesprochen hat, sind unendlich, und der jugendlichen Fassungskraft ebensoschr als der männlichsten Tiefe zusagend.“ Hrnptn, Sophron, Tüb. 1810, p. 14.„Eine Grammatik muss der Mensch lernen, denn Grammatik ist Philosophie der Sprache, und die Sprache ist der Umfang aller menschlichen Begriffe. An einer je vollkommneren, ausgebildetern Sprache man also Grammatik, d. i. eine Logik und Philo- sophie der menschlichen Vernunft lernt, desto besser lernt man sie und behält an ihr ein Modell fär Orduung, Genauigkeit und Klarheit der Begriffe für alle andern Wissenschaften, Sprachen und Künste. Ein Mensch, der in seinem Leben keine Grammatik gelernt hat, lernt sein Leben durch nicht genau, wenigstens nicht sicher sprechen und schreiben; er irret in Ungewissheit umher und hat kein Leitseil im grossen Labyrinth der Worte und Gedanken.“ Letzendus etiam est Runrnch liber: Der Unterrieht in den alten Spruchen, inpr. p. 277. sa—.


