Aufsatz 
Commentatio de philosophiae in gymnasiis studio
Entstehung
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quum in literis graeeis latinisque et in mathematicis, quae in rebus sensibus subieetis

versentur, parum multa sint instrumenta, eorum sententiae infra fusius explicabuntur et redarguentur.

Non aliter existimandum est de Psychologia empirica, quam dicunt, quae est de animi natura, partibus, motibus actionibusque; de sensibus, rerum notionibus, con- elusionibus; de appetitu, affectibus, ratione, et quae sunt reliqua. Quae omnia si non ad rerum principia referuntur neque, quam cuncta colligatione naturali conserte con- texteque fiant, demonstratur, sed, ut assolet, constituto et necessario ordine nullo res singulae ita pertractantur, ut, rerum perpetuitate et constantia omissa, ex quotidiano usu vitaque communi exempla depromantur, quid eam disciplinam censemus cui utilitati discentibus fore, nisi forte puerorum delectatio quaedam quaeretur) 7 ltaque omnes fere libellos, qui de bsychologia in usum tironum seripti inveniuntur, earum rerum inopes esse, quibus ingenii acies effici et ali possit, non est quod miremur. Contra

sich bewegende Vortrag des Lehrers dem Schüler nicht zu grosse Anstrengung verursachen; vielmehr muss diescr an ein Fortschreiten im Abstracten schon gewöhnt sein, um nicht früh zu ermatten, unlustig zu werden, halb zu verstehen, und sich aus Schwäche, Unkunde, Halbheit am Ende mit dem Wahne zu trösten, dass es mit aller Philosophie eben nichts auf sich habe, weil die Resultate derselben so ungleich und so widersprechend ausgefallen seien. Solche nicht vorgeübte Zuhörer der Philosophie auf Academien kommen nur zu bald auf den Gedanken, dass eine so anstrengende Beschäftigung des Geistes, um sich nämlich von der Unhaltbarkeit academischer Sophistereien zu überzeugen, fruchtlos und unnütz, dass es mithin weit bequemer sei, sich bei Zeiten in der Meinung festzusetzen, man werde durch alles Häören über Philosophie um Nichts klüger, um Nichts gebessert. Aber redlichen und um tiefes Eindringen in den Geist der Wissenschaft bemüheten Studenten wird, wenn sie nicht schon im Voraus geübt sind. selbst die Gewöhnung an eine so folgerechte Entwickelung der Verstandes- oder der Vernunft-Erzeug- misse schwer werden und oft zu schwer fallen, als dass sie gleich vom Anfang her mit eigner Einsicht dem Vortrage nachfolgten. Inprimis conferenda et accurate legenda sunt, quae Gaær(vid. annotf. 1.) in programmate Missenensi acute dieit Pagg. 17 sq.

²²) Asuvssux I. c.(annot. I.)Was man empirische Psychologie nennt, scheint freilich naheliegende und anziehende Seiten darzubieten, an welche sich ein Unterricht über die sinnliche Auschauung, über die verschiedenen Seelenvermögen und deren Verhältniss und Wirkung anknüpfen liesse; allein das alles hat zu wenig wissenschaftliche Ilaltung und gebört mehr in den Populären Unterricht über die Seelen- lehre. BunxHAH, Anstehten, I. c. P. 259.Dagegen kann man zur Vertheidigung soleher Lehrstunden. als die empirische Psychologie, die Logik und die Geschichte der Philosophie sind, durchaus nichts Halt- bares anführen. Dasjenige, wodurch die sogenannte Psychologie interessant wird, dürfte wol nicht für eine Schule gehören, und dem Schüler begreiflich gemacht werden können; sondern die Hauptwirkung wird wol immer bleiben, dass er in angenehmes Erstaunen geräth, wenn ihm die ktrivialsten Erfahrungen. in gewisse Capitel und Rubriken gebracht, als eine Wissenschaft und zwar als cein Theil der Philosophie vorgetragen werden. DirornuAxv I. c. p. 375.Was die Psychologie betrifft, so wäre dawider(i e. getgen ihren Vortrag in Gymnasien) grade nichts einzuwenden, insoweit sich die Psychologischen Belehrungen darauf beschränken würden, dem Schüler die mannigfaltigen Erscheinungen seines inneren Seelenlebens in anzie- henden und interessanten Darstellungen vorzuführen. Freilich geht es damit vicht viel anders, als mit den physikalischen und ähnlichen Unterrichtsgegenständen auf den Gelehrtenschulen, bei denen ebenfalls in der Regel die Experimente mit der Electrisirmaschine, mit den Klangfiguren oder mit dem Hohl-. spiegel als die Hauptsache angeschen werden. Nur möchte ich von jenen psychologischen Experimenten ebenso wenig ein allgemeines Resultat für die Geistes- und Charakterbildung des Jänglings, als von diesen physikalischen einen directen praktischen Nutzen für dessen künftige Berufsthätigkeit in Aussicht 2*