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„Torquato Tasso“; Schillers„Räuber“,„Kabale und Liebe“,„Don Garlos“,„Wallensteint“. „Maria Stuart“,„Jungfrau von Orleans“ und„Braut von Messina“; Shakespeares„Macbeth“. — Memoriert:„Meine Göttin“,„Ganymed“,„Das Göttliche“ von Goethe;„Das eleusische Fest“ von Schiller; außerdem:„Die Säule des Pflügers’ von Mich. Denis. Wiederholt wurden:„Die beiden Musen“,„Der Eislauf“,„Mein Vaterland“' und„Die frühen Gräber“ von Klopstock; außerdem„An mein Vaterland“ von Proschko.— Redeibungen.
VIII. Klasse. Literaturgeschichte: YVon Schillers(1805) bis zu Goethes(1832) Tode samt einem Überblick über die Entwicklung der deutschen Literatur in Osterreich mit besonderer Berücksichtigung Grillparzers.— Lektüre in der Schule(teilweise nach Lampels Lsb. f. 0.-G., IV. T.): einschlägige Lesesticke; dann Goethes„Hermann und Dorotheat, Grillparzers„König Ottokars Glück und Ende“, Schillers„Lied von der Glocke“, Lessings„Laokoon“ und ausgewählte Kapitel aus der„Hamburgischen Dramaturgie“. Die durch schriftliche Arbeiten, Besprechungen in der Schule und Redeübungen kontrolierte Privatlektüre umfaßte Schillers„Demetriuste, Shakespeares„Julius Cäsar“, Kleists „Hermannsschlacht“ und Grillparzers„Ahnfrauc.— Memoriert:„Die Glocke“ von Schiller; dazu„Preis ôsterreichs“ von Grillparzer. Wiederholt wurden:„Meine Göttin“, „Das Göttliche“ und„Das eleusische Fest“; außerdem:„Die Säule des Pflügers“ von Mich. Denis.— Redeübungen.
C. Obligates Zeichnen.
I. Klasse.(4 St. wöch.). Die ebenen geometrischen Gebilde und das geometrische Ornament nach Tafelzeichnungen. Grundbegriffe aus der Raumlehre und die Kennzeichen der elementaren Körperformen, erläutert an Modellen und Geräten.— Zahl der Zeich- nungen: 40.
II. Klasse.(4 St. wöch.). Einleitende Erklärungen über die Perspektive an der Hand der betreffenden Apparate. Perspektivisches Zeichnen nach Draht- und vorwiegend Holzmodellen und Zeichnen des einfachen Flachornamentes im Umrisse und teilweise farbiger Ausführung nach Wandtafeln. Zwei Gruppen abwechselnd nach Modellen und nach Flachornamentèn.— Zahl der Zeichnungen: 25— 30.
III. Klasse.(4 St. wöch.). Gruppenweises Freihandzeichnen nach Modellen ein- facher architektonischer Richtung und Ornamentalzeichnen in polychromer Ausführung nach Wandtafeln mit besonderer Beachtung der antik-klassischen Verzierungsweise. Ge- dächtnisübungen.— Zahl der Zeichnungen: 10—16.
IV. Klasse.(4 St. wöch.). Fortgesetztes perspektivisches Freihandzeichnen nach passenden Modellen. Studien des Ornamentes, der Renaissance und des Orientes nach Wandtafeln und nach plastischen Modellen. Ubungen im Zeichnen von Stilleben. Ge- dächtnisübungen.— Zahl der Zeichnungen: 8—12.
D. Turnen.
Der Lehrplan v. 12. Februar 1897, Z. 17.261 wurde in allen Klassen durchgeführt.
E. Evangelische Religion.
Der Unterricht wurde gemeinsam für 27 öffentliche Schüler des I. und II. deutschen Gymnasiums in wöchentlich 4 Stunden erteilt.
I. Abteilung(2 Ste- wöch.). 1 öff. Schüler der II. Kl. Der christliche Glaube und das christliche Leben nach Palmer. Ausgewählte Abschnitte der biblischen Geschichte. — Kurzgefaßte Geschichte der christlichen Kirche nach dem kirchengeschichtlichen An- hange des Lehrbuches von Palmer. Einprägung einzelner Kirchenlieder nach dem Württem- bergischen Gesangbuche.
II. Abteilung(1 St. wöch.). 1 öff. Schiler der V. Kl. Einleitung in die Schriften des Alten Testaments und Geschichte der christlichen Kirche bis zur Reformation(nach Hagenbach).
III. Abteilung(1 St. wöch.). 2 Schüler der VII. und VIII. Kl. Die christliche Kirche seit der Reformation mit besonderer Berücksichtigung der evangelischen Kirche Osterreichs(nach Hagenbach). Lektüre ausgewählter Abschnitte des neuen Testaments nach dem griechischen Grundtexte im Anschlusse an die christliche Glaubens- und Sitten- lehre von Hagenbach.
F. lsraelitische Religion.
I. Abteilung(2 St. wöch.). 26 öff. Schüler der I Kl. a u. b. Biblische Geschichte von ihrem Beginne bis zum Tode Moses(nach Levy).— Hebräische Lektüre: Ausgewählte Stücke aus dem Exodus.


