Aufsatz 
Statistik der Taubstummen im Herzogthum Nassau
Entstehung
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Jahresbericht

über den Zuſtand des Taubſtummen⸗Inſtituts zu Camberg im Schuljahre 18. von dem mit der Inſpection des Taubſtummen⸗Inſtituts beauftragten Oberlehrer Denßer.

IL Lehrverfaſſung

A. fehrercollegium.

Veränderungen im Lehrerperſonale ſind im verfloſſenen Schuljahre nicht vorgekommen. Die an der Anſtalt beſchäftigten Lehrer ſind alſo: 1. Oberlehrer G. Chr. Deußer; 2. Lehrer B. Meckel: 3. Lehrer C. Prieſter; 4. Lehrer Joh. Jung; 5. Lehrgehülfe Pet. Marx.

Den Induſtrieunterricht beſorgten Werkführer Johann Stehling für die Knaben und Magdalena Rühl für die Mädchen.

B. Innterricht.

Im Lehr⸗ und Stundenplane iſt inſofern eine Veränderung eingetreten, als wegen Nicht⸗ aufnahme neuer taubſtummer Kinder in dieſem Schuljahre die Klaſſenzahl der Zöglinge auf fünf reducirt werden konnte, was den Lehrkräften der Anſtalt angemeſſen, den Intereſſen des Unter⸗ richts förderlich war.

Aeberſicht der im Schuljahre 18% behandelten Lehrgegenſtände.

I. Neligionsunterricht. Für die evangeliſchen Zöglinge. a. Religion,

I. und II. Klaſſe. a. Das Weſentlichſte vom chriſtlichen Glauben und Hoffen. Von Gott dem Vater, Sohn und heiligen Geiſte. Nach dem Religionsbuche fürz evangeliſche Taubſtumme von Dr. L. Chr. Matthias, Director der Taubſtummen⸗Anſtalt zu Friedberg. Seite 528. b. Vom chriſtlichen Leben und Wandel; Von der Verehrung, den heiligen zehn Geboten Gottes, Seite 29 46 c. Auswendiglernen und Herſagen einiger Kernlieder des ev. Geſangbuches. IHI. Klaſſe. a. Erkenntniß Gottes: Von Gott dem Vater, Gottes Weſen und ſeinem Geiſte, von Gott dem Schöpfer, Erhalter und Regierer des Himmels und der Erde. b. Vom apoſtoliſchen Glaubensbekenntniſſe, nach demReligionsbuche für evangeliſche Taubſtumme von Dr. Matthias Seite 5 28. Zuſammen wöchentlich 4 Stunden.

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