Aufsatz 
Der Troubadour Blacassetz
Entstehung
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Peirol 12: Molt en cossir nueg e dia

Peirol 28: E nueg e jorn plora la blanca tors. Ganz dementsprechend ist der Ausdruck: mati ni(e) ser z. B:

Peire de Barjac 1: Ni patz non a gilos mati ni ser

Cercalmon 3: Qu'en autra non ai mon esper Noit ni jorn, ni matin ni ser Peirol 19: Em guerrei matin e ser Peirol 31: Lo mal qu'eu trac per lei sers e matis

Arn. de Mar. 9: Qu'aissi m'estai mos cors mati e ser Que d'als nom ve pessamens ni cossires. 2Z. 44. Zu dieser Verbesserung s. Bertr. de Born Anm. 2u 3,20. 2. 45. Die Bedeutung von revenir ist= lat. meliorare. Cf. Stengel: Prov. Gramm. Anm. zu S. 37²2; vgl. ferner Ponz de Capd.(ed Napolski) XXI, 23 u. S. 107; Mahn: Werke etc. I, 124 Cobla 4 Z. 3 etc.

VI. 46. Si rcous*fa auta valenza*com vos fa 47. Per la meillor de Proenza, 48. Gentils domna, vals conoissens tenir, ral 49. Prec deu, quem*do de vos zo qu'en dezir.*don Z. 49. dezir s. Anm. zu Z. 18. No. 3.

Vberliefert ist uns das Gedicht P fol. 62r v(No. CXVII), V 91 ½ T 105 und zwar in den beiden letztgenannten im Anschlufs an No. 10: Per merce etc. Dieses wiederum ist in T Blacatz zugeschrieben, somit auch unser Gedicht(s. No. 10). Dafs P den beiden anderen Hs. gegenüber- steht, ergibt sich schon mit Sicnerheit daraus, daſs es die Cobla als eine 9zeilige überliefert, während die beiden anderen eine Szeilige mitteilen, die dem Reimschema nach genau wie die in No. 11 gebaut ist. Ferner fehlt P eine Silbe in Vers 1 gegenüber VT; VT fehlt Z. 3 das Wort tot, wodurch der Vers eine Silbe zu wenig erhält; zu Z. 4 s. Anm.; Z. 5 sind alle fehler- haft. Eine Kombination von PV resp. PT muls also der dritten Hs. gegenüber entscheidend sein, P den beiden anderen gleichwertig. Damit ist die Autorschaft von Blacassetz gesichert und dals inbezug auf die Zeilenzahl der Cobla P das richtige haben wird, ergibt sich mit Wahrscheinlichkeit daraus, daſs unser Dichter niemals zwei Lieder in derselben Form verfaſste. Einstrikter Beweis frei- lich lälst sich daraus für die Zeilenzahl der Cobla nicht entnehmen. Dieser Erscheinung nicht zweimal dasselbe Reimschema anzuwenden begegnen wir auch bei anderen prov. Dichtern; ich erinnere hier nur an Guir. de Borneill und Raimb. d'Aurenga. Ersterer verfährt in seinen 81 Liedern nach diesem Prinzipe, bei der grofsen Zahl seiner Gedichte allerdings eine aufser- ordentliche Gewandtheit bezeugend. Auch der umgekehrte Fall ist aber häufig; ich verweise nur auf Raimon de Miraval in der Form: a bbacc dd; Gui d'Uissel in der Form: a bb aa cc dd.