Aufsatz 
Ueber Hydrodiffusion / Joseph May
Entstehung
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Naturgeschichte.(1 St. wöchentl.) Im Sommer: Das natürliche Pflanzensystem nebst Bestimmung von Pflanzen. Im Winter: Pflanzenphysiologie.

Henrich.

Chemie.(3 St. wöchentl.) Die Anfangsgründe der anorganischen und organischen Chemie. Henrich.

Zeichnen.(2 St. wöchentlich.) Facultativ. Com- binirt mit I. De Laspée.

Secunda 4A.

Ordinarius: Professor Bellinger.

Deutsche Sprache.(3 St. wöchentlich.) Die wichtigsten grammatischen Regeln wurden gelegent- lich der Lectüre prosaischer Stücke aus dem Lese- buch von Masius wiederholt und erklärt; die Hauptlehren der Metrik, die wichtigsten Versmasse und Dichtungsarten. Ausser den prosaischen Stücken aus dem genannten Lesebuch wurden mehrere grössere poetische Stücke, namentlich von Schil] er, fer- ner Hermann und Dorothea von Göthe gelesen und nach Form und Inhalt erklärt und entweder ganz oder theilweise memorirt. Uebungen im Decla- miren. Jeden Monat wurde ein Aufsatz gefertigt, 3 in der Schule. Bellinger.

Lateinische Sprache.(4 St. wöchentl.) Wieder- holung der Lehre von den Zeiten und der Folge der Zeiten; Verhältniss der Sätze zu einander, die Moduslehre; Einübung der grammatischen Regeln durch wöchentliche Exercitien, abwechselnd schola- stica und domestica. Lectüre: 1) Cicero's Rede pro Roscio Amerino; 2) aus Ovid's Metamorphosen: Die vier Weltalter, die Giganten. Lykaon, die Wasserfluth, Deukalion und Pyrrha, die Musen und die Töchter des Pieros, Ceres und Proserpina. Privatlectüre: Caes. comm. de bello Gallico.

Bellinger.

Französische Sprache.(4 St. wöchentl.) In zwei Stunden wurde Plötz' Gramm., Lection 46 bis zu Ende durchgenommen; die deutschen Stücke mit wenigen Ausnahmen schriftlich übersetzt, die französischen mündlich retrovertirt. Als Lectüre diente der zweite Theil von Lüdecking, seit Weihnachten Le Bourgeois Gentilhomme von Molière. Im Anschluss an letztere, sowie an die Grammatik kleinere Sprechübungen, Memoriren von Gedichten

und Prosastücken. Ein wöchentliches Exercitium, alle 3 Wochen ein Extemporale. Wendt.

Englische Sprache.(Im Sommer 3, im Winter 2 St. wöchentl.) Grammatik. Die grammatischen Regeln der Lectionen 32 49 in Crüger II wur- den erklärt und an mündlichen und schriftlichen Beispielen eingeübt. Lectüre nach Lüd ecking I. Im Sommer May. Im Winter August Schmidt.

Religion.(2 St. wöchentl.) a. Protestanten: Der Jacobusbrief wurde gelesen und erklärt. Kir- chengeschichte von der Gründung der christlichen Kirche bis zur Reformation nach Beck, das Chri- stenthum nach Geschichte und Lehre, Thl. I. Krebs. b. Katholiken: Comb. mit IIb. Hilpisch.

Geschichte. Die Geschichte des Mittelalters nach Pütz' Grundriss der Geschichte und Geographie für die Oberklassen höherer Lehranstalten.

Bellinger.

Arithmetik.(2 St. wöchentl.) Gleichungen des 2. Grades mit einer und mehreren Unbekannten, die arithmetrischen und geometrischen Reihen, Zin- seszins- und Rentenrechnung; Lehre von den Per- mutationen, Combinationen und Variationen; bino- mischer Satz, Gleichungen 3. und 4. Grades, Satz des Moivre. Fürstenau.

Geometrie.(3 St. wöchentl.) Repetition des 1. Theiles der Stereometrie, Lehre vom Prisma, der Pyramide, Cylinder, Kegel, Kugel. Ebene und sphä- rische Trigonometrie. Anwendung der letzteren auf Aufgaben aus der Stereometrie, der mathema- tischen Geographie und Astronomie. Fürstenau.

Darstellende Geometrie.(2 St. wöchentlich.) Projection der Schnittlinien ebener und gekrümm-

ter Flächen. Die Elemente der Schattenconstruc- tionen. Im Sommer: A. Schmidt. Im Winter: Unverzagt.

Physik.(2 St. wöchentl.) Die Inductionselectri- cität und Thermoelectricität, die Lehre vom Schall.

August Schmidt.

Mechanik.(2 St. wöchentlich.) Die Zusammen- setzung und Zerlegung der Kräfte einschliesslich der Kräftepaare; die gradlinige, gleichförmige und gleichförmig beschleunigte Bewegung; die Lehre vom Stoss, von der Pendelbewegung und der Wellen- bewegung. August Schmidt.