Aufsatz 
Ueber Hydrodiffusion / Joseph May
Entstehung
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welche auf die oberen Ränder der Solutionsgläser so gut passten, dass man die letzteren ohne Gefahr umdrehen konnte, ermöglichten ein genaues Wägen der gefüllten Gläser. Das vorher bestimmte Gewicht der Solutionsgläser nebst Deckel von dem der gefüllten Gläser

abgezogen, gab das Gewicht der Lösung, aus welcher leicht die Grösse an σm bestimmt werden konnte.

Nachdem wir das Solutionsglas wir werden von jetzt ab nur noch den einen der symmetrischen Theile des Apparates berücksichtigen auf das Stativ des Diffusionsgefässes gebracht und letzteres so lange justirt hatten, bis die auf die Deckelplatte des Solutions- glases aufgesetzte Libelle genaue Horizontalstellung anzeigte, befestigten wir mittelst einer Feder von dünnem Messingblech auf den Deckel eine ebenso grosse Korkscheibe, an welche ein zu einer Schlinge gebogener, feiner Draht befestigt war.

Nun wurden die sämmtlichen Quetschhähne des Apparates geschlossen und 4 mit Wasser gefüllt. Ein Oeffnen des Quetschhahnes i bewirkte ein Ueberströmen des Wassers aus A in Ki. Nachdem Ki bis an den Deckel des Solutionsglases gefüllt war, wurde E geschlossen, der Schlauch L angesogen und in das ebenfalls mit Wasser gefüllte Becher- glas M gebracht. Aus diesem floss nun ein durch Heben und Senken von M leicht regu- lirbarer Strom in das Diffusionsgefäss und verursachte ein allmähliges Steigen des Flüssig- keitsniveaus in demselben. Nach einiger Zeit trennte sich die Deckelplatte langsam von dem Solutionsglas und stieg mit der äusseren Flüssigkeit vertikal in die Höhe.

Hatte der Versuch so lange gedauert, dass man einen Einfluss der vom Boden des äusseren Gefässes ausgehenden Diffusion befürchten musste, so musste das Ausspülwasser abgelassen werden. Dies bewerkstelligten wir durch die folgenden Manipulationen. Nachdem wir die mit dem Kork versehene Deckelplatte durch vorsichtiges Ziehen an einem Seiden- faden, der an der oben erwähnten Schlinge befestigt war, langsam an die Wand des Diffusions- gefässes gebracht hatten, senkten wir etwas das Becherglas M und leiteten dadurch einen langsamen Strom aus dem Diffusionsgefäss in das Becherglas ein. War in Folge dieses Abfliessens das Niveau der äusseren Flüssigkeit und mit diesem die Deckelplatte schon unter den oberen Rand des Solutionsglases gesunken, so wurde der Quetschhahn I) geöffnet und ein rasches Abströmen durch den stets gefüllten Heber bewirkt. Die Deckelplatte konnte nun leicht aus dem Diffusionsgefäss entfernt werden.

Das abermalige Füllen des äuseren Gefässes geschah durch Schliessen von L, 4A wurde stets gefüllt gehalten Oeffnen von Ei, Ansaugen von L u. S. w.

Nach beendigtem Versuch musste noch die übergetretene Salzmenge bestimmt werden. Dies geschah in folgender Weise. Nachdem das Wasser des Diffusionsgefässes abgelassen und ein Theil der rückständigen Lösung aus dem auf dem Stative stehenden Solutionsglas mit einer Pipette in ein Kochfläschchen übergeführt worden war, wurde das Solutionsglas entfernt und der Rest der Lösung nach mehrmaligem sorgfältigen Ausspülen mit destillirtem Wasser in das Fläschchen entleert. Das Kochfläschchen wurde aus später hervortretenden Gründen mit einem von zwei gebogenen Glasröhren qurchsetzten Stöpsel verschlossen und konnte nun als Spritzflasche benutzt werden. Aus dem Gewicht der