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Natürlich kann nun, nachdem wir uns aus sachlichen Gründen für Formel(73) aus- gesprochen haben, die von Herrn Beez hervorgehobene Einfachheit von Formel(14), in Folge deren wir bei der Berechnung eines jeden Versuchs einige Minuten Zeit sparen würden, nicht mehr in Betracht kommen.
Soll ein Apparat zur Bestimmung der Diffusionsconstanten nach der am Schlusse des vorigen§. entwickelten Formel(13) exacte Resultate geben, so muss er vor Allem folgenden zwei Bedingungen genügen: er muss ein regulirbares, keine Störungen des Diffusionsvorganges veranlassendes Ein- und Ablassen des Ausspülwassers und genaue Horizontalstellung des oberen Randes des Solutionsglases gestatten. Diesen beiden Anforderungen glauben wir bei dem von uns hergestellten Apparat in folgender Weise entsprochen zu haben. Das Ein- und Ablassen des Wassers geschieht mittelst einiger Handgriffe an Theilen des Apparates, die in keiner starren Verbindung mit dem Diffusionsgefäss stehen, und das Solutionsglas ist beim Einsetzen in das Diffusionsgefäss mit einer planparallelen Glasplatte verschlossen, welche das Aufsetzen einer Dosenlibelle erlaubt. Doch eine vollständige Beschreibung des Apparates wird ein besseres Urtheil über die Brauchbarkeit desselben geben.
Eine Glasflasche 4A(Fig. 3) hat drei Hälse B, C, D; B dient zur Aufnahme eines Thermometers, C zu der eines Trichters; D ist durch einen von zwei Glasröhren Ei, Ea durchsetzten Stöpsel verschlossen. Diese Glasröhren sind ausserhalb der Flasche A etwas zur Seite gebogen und stehen durch zwei, mittelst der Quetschhähne Fi, Is verschliessbare Gummischläuche Gi, Ge mit den an den Wänden der beiden Diffusionsgefässe Ki, Ka ange- kitteten Hebern Ill, M in Verbindung. Die Heber sind(Fig. 4) nochmals besonders gezeichnet; aus dieser Zeichnung ist zugleich ersichtlich, wie dieselben an den ausserhalb der Diffusionsgefässe befindlichen Enden durch Quetschhähne Il, E verschlossen werden können. An die Wand eines jeden Diffusionsgefässes ist ausserdem noch eine bis auf den Boden desselben reichende, unten in eine feine Spitze ausgezogene Glasröhre angekittet; dieselbe steht durch einen Gummischlauch L mit dem Becherglas M in Verbindung. In jedem Diffusionsgefäss befindet sich ein hölzernes, mit Blei ausgegossenes Stativ N für das Solutionsglas.—
Bei der Herstellung der Solutionsgläser waren wir besonders darauf bedacht, dass sie, wie es die Fick'sche Differentialgleichung verlangt, überall gleichen Querschuitt hatten. Wir wählten desshalb aus einer Reihe von Röhren eine genau cylindrische aus, die, wie uns Spiegelungsversuche zeigten, keine Unebenheiten im Innern hatte. Von dieser sprengten wir mebrere Stücke, schliffen sie senkrecht zur Achse ab und kitteten mattgeschliffene Glasplatten als Böden daran.
Bei den mit diesem Apparat angestellten Versuchen verfuhren wir in folgender Weise. Zuerst stellten wir uns eine Lösung von bekanntem Salzgehalt her, füllten damit zwei Solutionsgläser und verschlossen diese durch mattgeschliffene Glasplatten. Diese Glasplatten,
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