Aufsatz 
Ueber Hydrodiffusion / Joseph May
Entstehung
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Zur Bestimmung von k brauchen wir also nur die Höhe des Gläschens, die Dauer des Versuches und das Verhältniss des während des Versuches ausgetretenen Salzes zu dem anfänglichen Salzgehalt zu kennen. 3

Wie schon pag. 10 erwähnt wurde, leitete Beez aus der Gl.(12) die folgende her, welche nur so lange gilt, als der Diffusionsstrom noch nicht die untere Grenze des Gefässes

erreicht hat: uu0 he 6 u 6 d æ.

0

Aus dieser ergibt sich mit Berücksichtigung von(I):

2 00b= 29[ uVA 2 oder: k= Ser 4(14) VN/ 4 un 92 T

Herr Beez vergleicht die beiden Formeln(13) und(14) zur Berechnung von k und glaubt der letzteren ihrer Einfachheit und Genauigkeit wegen den Vorzug geben zu müssen.

Worin die grössere Genauigkeit der Pormel(14) bestehen soll, konnten wir nicht er- gründen. Nach unserem Dafürhalten sind beide Formeln gleich ungenau, weil sie nicht allgemein gültig sind; die erstere ist es erst von einem bestimmten Zeitmoment an, die letztere ist es blos bis zu einem solchen. Der Zeitpunkt, wann die eine Fermel ihre Gültigkeit erlangt, die andere verliert, lässt sich nicht a priori bestimmen und muss, falls man bezüglich der Richtigkeit der Resultate sicher sein will, für jedes Salz besonders ermittelt werden.

Ein Vorzug der Formel(14) scheint darin zu liegen, dass sie schon nach kürzcren Versuchen die Berechnung von k gestattet. Allein bei kürzeren Versuchen erhält man auch kleinere Qo, und ein Fehler in der Bestimmung desselben um 1 mlgr., ein Pehler, der, wie wir sehen werden, immer möglich ist, wird schon k um ein Beträchtliches fehler- haft machen.

Exacte Resultate können nur aus Versuchen von grösserer Dauer gewonnen werden. Schreitet man zur Berechnung derselben, so hat man, falls man Cylinder von hinreichender Länge angewandt hat, die Wahl zwischen den Formeln(15) und(14). In beiden FPormeln kommt die übergetretene Salzmenge, die Versuchszeit und eine Dimension des Gläschens vor; sie unterscheiden sich nur dadurch von einander, dass die erstere noch die anfängliche Salz- menge des Gläschens 2 ν, die letztere die anfängliche Concentration enthält. 200 GA lässt sich, wie aus dem folgenden§. hervorgehen wird, leicht und genau bestimmen; wird wegen der eintretenden Contraktion ¹) stets etwas fehlerhaft gefunden. Mit Rücksicht hierauf möchten wir uns eher für die erstere Formel entscheiden.

¹) Die Grösse dieser Contraktion kann man aus dem folgenden Beispiel, welches den neusten Unter- suchungen über die Dichtigkeit der Salzlösungen bei verschiedenen Concentrationen von P. A. Favre und C. A. Valson(Compt. rend. T. LXXIX, p. 968.) entnommen ist, bemessen. Das Aquivalent von wasser- freiem schwefelsauren Zink hat ein Volumen von 23,7 C0.; wenn man es in einem Liter Wasser auflöst, beträgt das Volumen nur noch 997 CC., so dass einzig durch Auflösung eine Zusammenziehung des ganzen Volumens um 26,7 CC. erfolgt.