Aus der Combination der Gl.(61) und(71), bei welcher das zweimal irrthümlich eingeschobene uo wegfällt, erhält der Verfasser:
c Vt= p'() dt, woraus sich durch Differentiation unn eldan ergibt: 2 6 7)=
Aus der Combination unserer Gl.(6) und(7) würden wir zwar einen anderen Werth von p(t) erhalten haben, allein das Endresultat würde doch dasselbe geworden sein, weil c sich anders bestimmt hätte.
Die Constante c bestimmte er für den Fall, dass in demselben Gefäss Wasser über eine Salzlösung geschichtet wurde, aus der Bedingung, dass für=,— die positiven x von der Trennungsfläche nach oben gerechnet—, während? endlich bleibt, die Concen- tration= o wird, und für den Fall, welcher zur Ermittelung von»(⁷) benutzt wurde, aus der Bedingung, dass für=—, während? endlich bleibt, die Concentration= ao wird. Die so erhaltenen Werthe von a³:
95 20: (1— 4 4⸗)
gelten in Folge der Bestimmung von c nur für Gefässe, die nach beiden, oder nach einer Seite hin sich in's Unendliche erstrecken; sie gelten aber auch, wie sofort einleuchtet, für endliche Gefässe so lange, als der Diffusionsstrom noch nicht an der obersten oder untersten Grenze der Flüssigkeit angelangt ist.
Auch eine experimentelle Prüfung der ersteren dieser Formeln wurde bei einer Kupfer- vitriollösuug vorgenommen. Er bestimmte nach der schon von Fick angewandten Methode die Concentration verschiedener, von der Trennungsfläche um bekannte Strecken abstehender Schichten und berechnete hieraus die Constante a für jede einzelne Schichte.
Wenngleich nun auch die einzelnen für a erhaltenen Werthe nicht unerheblich von einander abweichen, so sind doch die aus mehreren Versuchsreihen gezogenen Mittelwerthe fast zusammenfallend, und es zeigen die mittelst dieser Mittelwerthe berechneten Concentra- tionen genügende Uebereinstimmung mit den beobachteten.
In einer zweiten Abhandlung ¹) versucht Herr Beez„die Diffusionsgesetze ohne Hilfe von partiellen Differentialen und ohne experimentelle Bestimmung der im allgemeinen Integral
¹) Schlöm. Zeitsch. f. Math. Bd. 7. pag. 327.


