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Durch Saubstitution des aus(3) hergeleiteten Werthes von(24 und Integration
zwischen den Grenzen O und 2 erhalten wir die in der Zeit durch irgend einen Quer- schnitt, also auch den obersten fliessende Salzmenge: 1
S= kA* 1.
Die in dieser Gl. vorkommenden Grössen sind leicht zu ermitteln; 8 fand er, indem er das nach 7' in dem äusseren Behälter befindliche Salz durch Abheben, Eindampfen und Füllen mit einer titrirten Silberlösung bestimmte.
Die auf diese Weise berechneten Werthe von k schwanken zwischen beträchtlichen Grenzen, wahrscheinlich weil der bei der Berechnung derselben vorausgesetzte Beharrungs- zustand noch nicht eingetreten war.
Dies veranlasste Beilstein¹) nach einem anderen Messungsverfahren die Bestimmung von x für eine Reihe von Salzen zu versuchen.
Er bog eine etwa 3 Zoll lange Glasröhre an ihrem unteren Ende um und schliff sie scharf über der Umbiegung ab; das obere Ende der Röhre zog er etwas aus und rieb einen Glasstöpsel ein. Das so hergestellte„Solutionsglas“(Fig 2) tauchte er in eine Lösung von bekanntem Procentgehalt, verschloss es mit dem Glasstöpsel, während es noch mit Lösung bedeckt war, hob es heraus, trocknete es sorgfältig mit Fliesspapier ab und befestigte es auf die in der Figur angedeutete Weise in einem mit Wasser gefüllten Behälter. Nach 24 oder 48 Stunden unterbrach er den Versuch, indem er das Gläschen herausnahm, ab- trocknete und in einen Porzellantiegel entleerte. Den Procentgehalt der rückständigen Lösung bestimmte er aus den Wägungen des Tiegels vor und nach dem Eindampfen und berechnete die Diffusionsconstante aus der folgenden Gl.:
4„ 100 † 3 2 Pi 1
1 4 o
6 ue h ei 29 3 Dr 100+ p 00 † p 150 1.
Diese Formel, worin t die Versuchszeit, f den Querschnitt, 4 das Volumen des Gläs- chens, s und si, und pi die resp. specifischen Gewichte und Lösungsdichtigkeiten(Salz- menge auf 100 Theile Wasser) vor und nach der Diiffusion bedeuten, ist der Ausdruck der folgenden Annahmen. In dem Solutionsglas stellt sich durch Strömung eine, wenn auch von Zeitelement zu Zeitelement abnehmende, doch in jedem Zeitelement für den Inhalt des- selben gleichförmige Dichtigkeit der Lösung her. Die aus einer Schichte in die benachbarte überströmende Salzmenge ist proportional dem Dichtigkeitsunterschied dieser beiden Schichten. (Fourier'sche Hypothese.) Die äusserste Salzschichte des Gläschens stösst stets an reines Wasser.
Die verschiedenen für die Diffusionsconstante desselben Salzes aus Versuchen von verschiedener Dauer berechneten Werthe zeigen nicht unbedeutende Abweichungen von
¹) Liebig Ann. Bd. 99, pag. 165.


