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Str. 6. Die in den seitherigen Strophen geschilderte Herrlichkeit ist so gross, dass das menschliche Auge den Glanz(„Glorie“) so wenig wie den blendenden Glanz der Sonne ertragen kann. Was thaten die Jünger bei der Verklärung(b. G. Nr. 39 N. T.)? Deshalb wird aufgefordert das Angesicht zu verhüllen, wie es Moses that, als ihm der Herr im brennenden Dornbusch erschien(b. G. Nr. 32 A. T.). Inh.:„Den Glanz erträgt dein Auge nicht“.
Str. 7. Was ist die Folge der Betrachtung des verklärten Leibes? Dass wir ihn anbeten(wegen der innewohnenden Gottheit), nach Kräften preisen(wegen seiner überstandenen Leiden und des errungenen Sieges) und dass wir ihn bitten, den verklärten Leib im Himmel ewig schauen zu dürfen, wo unser verklärtes Auge seinen leuchtenden Glanz erträgt. Inh.: Verklärter Leib, dich bet ich an“.
Bau des Liedes. I. Aufforderung den verklärten Leib des Herrn zu betrachten Str. 1, II. Dieser Leib ist a) so glänzend Str. 2, leidensunfähig Str. 3, vergeistigt Str. 4, schnell beweglich Str. 5, dass wir geblendet werden von dieser Herrlichkeit Str. 6 und in heiliger Ehrfurcht ihn anbeten und um die ewige Seligkeit flehen Str. 7.
Verwertung:„Jesus Christus wird den Leib unsrer Niedrigkeit umgestalten, damit er gleichgestaltet sei dem Leib seiner Ierrlichkeit“. Phil. 3, 21. Einst wird auch unser Leib herrlich, unverweslich, vergeistigt und schnell beweglich(„in Kraft“) auferstehen. 1 Kor. 15. 42—55. Bereiten wir uns durch ein gutes Leben auf eine selige Auferstehung vor. 2
Sacramentalisches Lied. (Gesangbuch Nr. 130). 1. Mein Zung klinge, fröhlich singe Von dem zarten Leichnam fron! Und vom werten, hochgeehrten
2. Auserkoren, uns geboren Aus Maria Jungfrau rein: Wollt er fleissig drei und dreissig
Teuern Blut, so Gottes Sohn Unverdrossen hat vergossen Fürs Heil aller Nation.
3. Vor dem Leiden, als er scheiden Wollt aus diesem Jammerthal, Er sich setzte, ass das letzte Osterlamm in einem Saal; Drauf er eben sich gegeben Uns zur Speis im Abendmahl.
5. Lasst uns neigen, Ehr erzeigen Diesem heilgen Sacrament! Dieser Wahrheit, dieser Klarheit, Weicht das alte Testament; Nimmer taugen da die Augen, Wo der Glaub allein erkennt.
Erweckung der Stimmung. Das allerheiligste Sacrament des Altars ist das grosse Geheimnis des
Jahr der Wahrheit Lehrer sein, Zum Genusse an dem Schlusse Seines Lebens sich uns weihn.
4. Gottes Wort hat, Fleisch geworden, In sein Fleisch das Brot verkehrt; Und des Weines Kelch in reines Blut verwandelt, das uns nährt; Was dem Sinne nicht wird inne, Uns der wahre Glaub bewährt.
6. Lob und Ehre sei dir, hehre, Heiligste Dreifaltigkeit! Ihm, der köstlich und so tröstlich Uns sein Fleisch und Blut geweiht: Jesu Namen allzusammen Lobt und preist in Ewigkeit.
Glaubens und der Liebe. Der Glaube lehrt uns, dass der göttliche Heiland, wie er verklärt zur Rechten des Vaters thront, bei den Menschenkindern weilt, in demütiger Brotsgestalt bis zum Ende der Zeiten. Von jeher hat die Kirche diesen ihren wunderbaren Schatz mit dem innigsten Dank, der zartesten Liebe und der höchsten Verehrung umgeben.„In den schönsten und innigsten Gebeten hat sie dem allerheiligsten Sacrament ihre An- betung dargebracht, in den herrlichsten, bald erhabenen, bald lieblichen Liedern und Gesängen ihren Dank, ihren Jubel, ihre Verherrlichung ihm zugesungen. Ihren glänzendsten Dienst hat sie in sinnreichen Ceremonien und Gebräuchen von Pracht und Würde zu seiner Verehrung zusammengefasst, und es war ihr hierzu aus allen Reichen der Natur nichts zu kostbar; denn es galt ja des hochheiligen Fronleichnams Preis und Verherrlichung“


