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§ 8. Schlußkummos.
Nach v. 1303 vermutet man den Ausfall eines Verſes, in Reſponſion zu v. 1281, der, wie letzterer, billig Kreon zuzuweiſen wäre. Nur verſtehe ich nicht, wie man ſich bei dem der⸗ maligen Eingang der vorausgehenden Worte des Exaggelos hat beruhigen können. Weder iſt begreiflich, wie derſelbe im Anſchluß an das unmittelbar vorausgehende Wehe! aus dem Munde Kreons ed, ꝓeo HBLareg 3la, ped rénvoy ohne jede Notiz von dem ed rérvo, zu nehmen, mit dem deiktiſchen Te fortfahren kann; noch weniger gar ſcheint ein getrenntes 7 5 erträglich, ohne ein vorausgehendes correlates Glied, bezugnehmend auf das Schickſal Hämons. Beachtet man ferner, wie eng im Gedanken dieſes 2515 5 roos uns das vorausgehende wrgas Luy 100 y Sv6„ Meraνενα αε᷑ννν X⸗ᷣ(La) zuſammengehören, ſo muß irgendwelcher ſich einſchiebende Zwiſchengedanke äußerſt ſtörend empfunden werden.— Entſchieden deutet der Satz⸗ bau der Worte des Exaggelos darauf hin, daß vor denſelben eine jenem angehörende Verszeile, die auf Hämons Schickſal verwies, abhanden gekommen.— Kreon hat gejammert über das Schickſal von Gattin und Sohn; über das der Gattin ihm Mitteilung zu machen, iſt der Bote aus dem Hauſe erſchienen, derſelbe, der Zeuge geweſen von jener blutigen Scene zwiſchen Vater und Sohn. Welche Einleitung der neuen Kunde erſchiene füglicher, als wenn der Bote, anknüpfend an jenes letzte Wort des Gebieters †eο Lareg àƷa,„εο éᷣανy, fortführe: Das Schickſal deines Sohnes kennſt du— deine Gattin u. ſ. w.— So wage ich verſuchshalber⸗ 6g GLty redey 05 0; 009' aree epety,— 5' cet.
Den anſchließenden Vers 1301 gibt La 7*ν 5& o Se Bolla degls. Arndt, dem die Meiſten gefolgt ſind, hat in regis die Verſtümmelung eines negt Elrer entdecken wollen. Nur ſcheint mir das Schwert nicht gerade als das zum Moment paſſende Mordinſtrument; offenbar entſprechender iſt ein Opfermeſſer(cf. 1184 f.) und ein ſolches bedeutet eben nach meiner Ueberzeugung das techniſche oula scl. 14⁴a α.*)— Entſprechend leſe ich: 7'o Ʒ5 νν ijès Bohlix εεεε, Aöet εX⁴.αον⁴ νε̈ςα. An dem Xöetv BAeꝓραs ſich ſtoßen wollen, halte ich angeſichts der manchen verwandten homeriſchen Wendungen für geſucht.— Zu 71ν— 15e vgl. v. 1279.
1 Endlich glaube ich entſchieden, daß wir in v. 1303 eine dem Kreon von dem Dichter in den Mund gelegte, dramatiſch lebendig den Erzähler unterbrechende Frage zu erkennen haben, zu der den ahnenden Sinn des unglücklichen Hörers jenes Béy nach 1αασσχhðmꝗohl befähigt. Wie damit der Reſponſion völlig Genüge geſchieht, ſo erhält erſt im Munde Kreons jenes xxetvoy X2x⸗ die richtige Färbung, während im Munde des Boten, ſowenig als aus der Seele der Mutter geſagt, der Ausdruck paſſend erſcheint.— Ebenſo ſchwindet damit der Anſtand,
*) Nach dem Zeugnis des Iſtros wird bekanntlich Sophilos, der Vater unſeres Dichters, ein 1a⁴αιιο- 0⁶ς mν olay genannt; mag nun auch deſſen Gewerbebetrieb ein„fabrikmäßiger“ geweſen ſein, daß unſer Dichter gerade von dieſem Betrieb Kenntnis gehabt, verrät ſich auch ſonſt; wir erinnern an v. 474; namentlich an die Bac† Ai. 651.— vgl. Schlenger, 1. c:


