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bedeutet. Nachdem aber einmal der Held selbst diesen Act der heroischen Seele, die Annahme des hehren Omens trotz seiner Schrecken, vollzogen, fühlt auch der greise Acestes sich freudig (dlaetus)„das Herz entlastet“.
Schliesse sich der Betrachtung unserer Stelle noch ein der Sache gewiss nicht fremder Excurs an.
Nachdem der nähere Bezug jenes Wunders auf den, nach dem Astronomen Halley ¹) im Jahre 1680 wiedererschienenen, Kometen feststeht, bietet unsere Stelle zugleich eine höchst interes- sante Parallele zu Ovid's Metamorphosen XV, 840— 850. Kein Zweifel, dass der Letztere, so gut wie das ganze gebildete Publikum, in erster Linie Augustus selbst, jene Vergilstelle mit ihrem Bezug kannte, und galt es darum hier gerade bezüglich desjenigen Motivs, worin des jüngeren Dichters Werk gipfelt, für diesen in der poetischen Einkleidung um die Palme zu ringen mit dem ersten Dichternamen der Zeit, der zugleich in voller Verklärung durch die Pietät gegen den zu früh Abgeschiedenen strahlte. Wird man uns der Spitzfindigkeit zeihen, wenn wir zu gewahren glauben, wie der Dichter, seine Position zu verbessern, an dem Rivalen zwischen den Zeilen Kritik übt, indem er indirect aufmerksam macht auf das nach ihm in doppelter Richtung Hinkende des Vergil'schen Vergleichs: Ovid sagt an unserer Stelle von Venus:„suique Caesaris eripuit membris nec in aëra solvi] passa recentem animam caelestihus intulit astris;] dumgque tulit, lumen capere atgue ignescere sensit] emisilgue sinu; luma volat altius illa] flammiferumgque trahens spatioso limite erinem] stella micate. Wir erblicken nun in den Worten„luna volat allius illa“, noch auf- fälliger in den„nec in aöra solvi passa“ einen auf den Kenner berechneten, in der ange- gebenen Tendenz wohlverständlichen Bezug auf das Vergil'sche„volans liquidis in nubibus arsit arundo“(w. 525), und das andere„tenuisque recessit consumta in ventos(v. 526).
Wie weit Ovid zu seiner angedeuteten Ausstellung berechtigt war, des Näheren zu unter- suchen, liegt hier unserer Aufgabe fern. Eines steht uns fest: Vergil hat es verstanden, mit den von ihm gezeichneten Strichen einem Leser fremder Nation, fast 2000 Jahre nach ihm, in der Sprache des Bildes vollständig seine wahre Meinung zu offenbaren. Darum, wenn sich in der Beschränkung der Meister zeigt, so kann es für ihn nur ein Verdienst bedeuten, wenn er bei Schil- derung einer sinnlichen Erscheinung sich von der Natur nicht weiter entfernte, als eben für jenen anderen Zweck nothwendig war.
1) Vergl. Voss, Uebersetzung d. Georgica pag. 70.
III.
Wir wenden uns zur Erklärung einer Anzahl Stellen der Odyssee; die erste ebenfalls eine eruæ philologica. Im zweiten Gesang der Odyssee kündigt Telemach vor versammeltem Volk den Freiern sein Haus und bittet die Gemeinde um ein Schiff, nach dem abwesenden Vater zu forschen. Nach mehrfach wechselnder Rede und Gegenrede nimmt der alte Mentor zu Telemachs Gunsten das Wort. Die Freier anderen Sinnes zu machen, verzichtet er; seine Rede geht an das Volk:
„Euch, dem übrigen Volk, hingegen muss ich's verargen, Dass ihr alle so stumm da sitzt und den wenigen Freiern Weder zu antworten wagt, noch sie bändigt mit euerer Mehrzahl.“
Leidenschaftlich antwortet ihm darauf der Freier Leiokritos:
v. 243. Méyroo, draεοε φ2£%sνα 11ε6, 10o Beinss 5 ² 2 7 εαα οτονυυν axuανενμαν dοeνα‿ον


