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Gebirge zu, haben sich unter dem heutigen Hôtel de Palmyre die Reste des Theaters gefunden, doch sind dort weitere Ausgrabungs- arbeiten ausgeschlossen.
Zwischen diesem und der grossen Hauptstrasse, etwa 200 Schritte nordöstlich von der Akropolis, birgt das Gewirr enger Gassen und schmutziger Behausungen noch einen wertvollen Römer- bau von höchster Anmut, den s. g. Venustempel, so benannt nach dem Fund einer in Relief ausgeführten Taube. In byzantinischer Zeit war der zierliche Tempel der Heil. Barbara geweiht, heute liegt daneben, vielleicht im alten Temenos, eine Moschee. Auch hier schloss sich wie allerwärts ein Kult an den anderen an.
Venustempel.(Phot. Dittrich, Kairo.)
Auf einem sechseckigen Podium, dessen Seiten Segmentbogen bilden, erhebt sich, ziemlich wohl erhalten, der Rundtempel von 9,50 m Durchmesser mit sechs freistehenden korinthischen Säulen. In dem Kontrast der nach aussen rundgebogenen Cella und des eingebogenen Sockels und Gebälks liegt, von Licht- und Schatten- wirkung hervorgerufen, der zierliche Reiz dieses Bauwerks.
Auch die erst kürazlich freigelegte Vorhalle mit ihrer Frei-
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